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"Diese Religionsform ist die Pest": Hooligans vereinigen sich gegen Salafisten

"In den Farben getrennt, in der Sache vereint", heißt es bei immer mehr Hooligan-Gruppen, die sich zusammenschließen, um Front gegen Salafisten in Deutschland zu machen. Dabei nutzen sie die Vorbehalte in der Bevölkerung. Die Polizei ist in Sorge.

Die Gruppe "Hooligans gegen Salafisten" ruft seit Monaten dazu auf, die Feindschaft untereinander ruhen zu lassen und sich stattdessen einem "gemeinsamen Feind zu stellen": den Salafisten in Deutschland. Die Polizei in Nordrhein-Westfalen betrachtet die Zusammenschlüsse der Hooligans mehrerer Vereine mit Sorge.

Vor dem Hintergrund einer Demonstration am 26. Oktober in Köln wies bei der Polizeigewerkschaft Landeschef Erich Rettinghaus im "Kölner Stadt-Anzeiger" darauf hin, dass gewaltbereite Fußball-Anhänger mit Kontakten zur rechtsextremistischen Szene Vorbehalte in der Bevölkerung gegen die islamistischen Extremisten nutzen. Sie drängelten sich "in die Rolle der Gutmenschen", um mehr Anhänger zu mobilisieren.

Die Hooligan-Veranstaltungen gelten als Kennenlernrunden. Hooligans aus Magdeburg, Dresden, Kaiserslautern, Dortmund, Frankfurt und vielen anderen Orten treffen sich dann, um sich mit Stammtischparolen auf den neuen Feind einzustimmen. Es könne nicht sein, dass "uns unserem Land eine Religion aufgedrängt wird von diesen Salafisten", hieß es beispielsweise bei einer solchen Veranstaltung in Dortmund. "Die vergewaltigen Frauen, stiften zum Krieg an und bilden Selbstmörder aus." Diese Religionsform sei die "Pest", der gehörten nur "Kriminelle" an. Die Demonstrationen der Gruppe "Hooligans gegen Salafisten" stehen oftmals unter dem Motto "In den Farben getrennt, in der Sache vereint".

Und weil niemand etwas gegen die Salafisten unternehme, wollten dies die Hooligans tun – immer mit dem Hinweis, dass die Gruppe keine rechtsradikale Ausrichtung habe. Polizeigewerkschaftler Rettinghaus hingegen attestiert den Hooligans "eine Radikalisierung - meistens geht das in die rechte Richtung".

Quelle: n-tv.de

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