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Die Twitter-Seite des US Central Command sieht üblicherweise anders aus.
Die Twitter-Seite des US Central Command sieht üblicherweise anders aus.(Foto: Reuters)

Interne Dokumente veröffentlicht: IS hackt Twitter-Konto von US-Militär

Hacker haben offensichtlich den Twitter-Account des US Central Command gehackt. Die selbsternannten "Cyber-Dschihadisten" veröffentlichten geheime Dokumente und Adressen von Soldaten.

Eine Hackergruppe, die sich auf die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) beruft, hat ein Twitter-Konto des US-Militärs gekapert und dort interne Dokumente veröffentlicht. Betroffen von der Cyberattacke auf den Onlinedienst war das US-Militärkommando Centcom, das den Einsatz gegen den IS im Irak und in Syrien steuert. "Der IS ist schon hier, wir sind in Euren Computern, in jedem Militärstützpunkt", schrieben die mutmaßlichen Dschihadisten auf dem Twitter-Konto des Centcom.

Die Hacker bezeichneten sich als "Cyber-Kalifat" und stellten vertrauliche Dokumente der US-Armee online, darunter eine Liste mit den Privatadressen von Offizieren. Das US-Militärkommando sperrte daraufhin seinen Twitter-Auftritt. Außerdem kaperte das "Cyber-Kalifat" das Konto von Centcom beim Online-Videodienst Youtube und lud dort ein Propaganda-Video des IS hoch. Das Banner des YouTube-Kontos zeigte zeitweise einen verhüllten Kopf vor schwarzem Hintergrund mit den Worten "Cyber Kalifat" und "i love you isis" ("Ich liebe Dich, IS").

Ein Vertreter des US-Verteidigungsministeriums bestätigte, dass die Auftritte bei Twitter und Youtube gehackt worden seien. "Wir haben angemessene Maßnahmen eingeleitet, um mit der Angelegenheit umzugehen", sagte der Vertreter. Das Ausmaß der Cyberattacke war zunächst unklar. Geheimdokumente des US-Militärs seien wohl nicht an die Öffentlichkeit gelangt, hieß es im Pentagon.

Die IS-Miliz eroberte im Zuge des Bürgerkrieges in Syrien weite Regionen des Landes und fiel auch in den benachbarten Irak ein. Die Dschihadisten errichteten in den von ihnen kontrollierten Gebieten einen islamischen Gottesstaat, das sogenannte Kalifat. Sie wollen eine kompromisslose Auslegung der religiösen Gesetze der Scharia durchsetzen und begehen Gräueltaten an der Zivilbevölkerung.

Die USA hatten am 8. August mit Luftangriffen im Irak begonnen, am 23. September wurde der Einsatz auf Syrien ausgeweitet. An der "Operation Inherent Resolve" getauften Mission beteiligen sich in Syrien Kampfflugzeuge aus Bahrain, Jordanien, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. In Irak unterstützen Australien, Belgien, Großbritannien, Kanada, Dänemark, Frankreich und die Niederlande die Luftangriffe. Den Einsatz von US-Bodenkampftruppen schloss US-Präsident Barack Obama aus.

Quelle: n-tv.de

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