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Erstunterbringung von Flüchtlingen ist auch in der Neuwerker Sporthalle in Mönchengladbach geplant.
Erstunterbringung von Flüchtlingen ist auch in der Neuwerker Sporthalle in Mönchengladbach geplant.(Foto: dpa)

Im Durchschnitt 185 am Tag: Immer weniger Flüchtlinge nach Deutschland

Seit dem EU-Türkei-Pakt kommen immer weniger Flüchtlinge nach Europa - nur in Griechenland gibt es keine Entspannung. Die meisten Menschen wollen aber dort nicht bleiben,

Seit Anfang März sind bislang nur noch 5182 Flüchtlinge nach Deutschland gekommen. Das geht aus einer Aufstellung der Bundespolizei hervor. Die Zahl der von der Bundespolizei bei der Einreise nach Deutschland registrierten Flüchtlinge lag damit bei durchschnittlich 185 am Tag.

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Die meisten Neuankömmlinge seit Anfang März zählte die Bundespolizei demnach am 3. März mit 585. Am wenigsten Flüchtlinge kamen den Angaben zufolge am Ostermontag, für den die Zahl der Registrierten bei 75 liegt.

Die im Vergleich zu den Vormonaten geringe Zahl könnte einerseits auf das schlechte Wetter zurückzuführen sein. Hauptgrund ist aber, dass die sogenannte Balkanroute nach Grenzschließungen seit einiger Zeit weitgehend dicht ist. Über die Balkanroute kamen seit dem vergangenen Jahr von Griechenland aus hunderttausende Menschen. Die meisten von ihnen hatten als Ziel Deutschland.

Hunderte täglich nach Griechenland

Derweil sind auch in der Nacht zum Dienstag wieder Flüchtlinge und Migranten von der türkischen Küste zu den griechischen Inseln übergesetzt. Während der Flüchtlings-Krisenstab der griechischen Regierung insgesamt rund 200 Ankünfte zählte, sollen Medienberichten zufolge allein auf Lesbos noch in den Morgenstunden des Dienstags mehr als 300 Menschen angekommen sein.

Den "Hotspot" der Insel, das ehemalige Gefängnis in der Nähe des Ortes Moria, stelle die steigende Zahl vor Herausforderungen, schreibt die Tageszeitung "Ta Nea". Bei einem Besuch der Insel hatte der griechische Bürgerschutzminister Nikos Toskas deshalb bereits angekündigt, im Notfall auch Flüchtlinge auf anderen Inseln unterzubringen. Diese Möglichkeit werde geprüft, zitieren griechische Zeitungen den Minister.

Die Flüchtlinge und Migranten, die seit dem Inkrafttreten des Pakts zwischen der EU und der Türkei auf den griechischen Inseln anlanden, werden dort in den "Hotspots" festgehalten. Geplant ist, dass sie eine Art Asyl-Schnellverfahren durchlaufen; anschließend können sie gemäß der Vereinbarung zurück in die Türkei geschickt werden.

Quelle: n-tv.de

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