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Vor dieser Bar in Tel Aviv eröffnete der Mann das Feuer. Sicherheitskräfte gehen von einem Terrorakt aus.
Vor dieser Bar in Tel Aviv eröffnete der Mann das Feuer. Sicherheitskräfte gehen von einem Terrorakt aus.(Foto: picture alliance / dpa)

Nach Anschlag auf eine Bar: Israel fahndet nach Terror-Verdächtigem

In einem belebten Viertel von Tel Aviv, in der Nähe einer Bar, öffnet der Attentäter seinen Rucksack und zieht eine automatische Waffe heraus. Dann gibt er rund 15 Schuss ab. Zwei Menschen werden getötet. Der Attentäter kann fliehen, doch er bleibt nicht unerkannt.

Schwer bewaffnete Spezialeinheiten der israelischen Sicherheitskräfte suchen nach einem Anschlag auf eine Bar in Tel Aviv nach dem Attentäter. Der Mann feuerte am Freitag mit einer automatischen Waffe auf Gäste in der Bar und tötete zwei Menschen. Mehrere weitere wurden verletzt.

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Bei dem Angreifer soll es sich um einen 29-jährigen Araber handeln, der israelischer Staatsbürger ist. Medien berichten unter Berufung auf Polizeiquellen, er komme aus einem Ort im Norden Israels. Die genauen Motive des Attentäters sind laut Polizei noch unklar. Die Sicherheitskräfte gehen aber von einem Terrorakt aus. "Es besteht eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass es sich um einen Terroranschlag handelt", sagt der Sprecher der israelischen Polizei, Micky Rosenfeld, dem Sender CNN.

Mehrere israelische Medien berichten, der Vater des mutmaßlichen Attentäters habe seinen Sohn auf Videoaufnahmen von dem Anschlag erkannt und sei daraufhin zur Polizei gegangen. Rosenfeld bestätigte das nicht. Auf Bildern einer Überwachungskamera war zu sehen, wie der Mann eine automatische Waffe aus seinem Rucksack holt und losfeuert. Zeugen sagten laut der Nachrichtenseite "Times of Israel", er habe um die 15 Schüsse abgegeben.

Bei der jüngsten Gewaltwelle in Israel und den Palästinensischen Autonomiegebieten sind seit Anfang Oktober mehr als 20 Israelis und mehr als 140 Palästinenser getötet worden. Die meisten Palästinenser starben bei ihren eigenen Angriffen oder bei Zusammenstößen mit dem Militär in den besetzten Gebieten.

Quelle: n-tv.de

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