Politik

Wikileaks enthüllt Angriff auf Syrien: Israel zerstörte Atomreaktor

Noch immer fördern die von Wikileaks veröffentlichten US-Dokumente brisante Neuigkeiten zutage. Wie eine israelische Zeitung berichtet, beweist eine Depesche der ehemaligen Außenministerin Rice, dass Israel 2007 einen syrischen Atomreaktor mit einem Luftangriff vernichtet hat.

Ein israelischer F-16I-Jet hebt von einer Basis in der Wüste Negev ab (Bild aus dem Jahr 2004).
Ein israelischer F-16I-Jet hebt von einer Basis in der Wüste Negev ab (Bild aus dem Jahr 2004).(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Israel hat laut von Wikileaks veröffentlichten US-Dokumenten vor mehr als drei Jahren einen heimlich gebauten syrischen Atomreaktor zerstört, kurz bevor dieser seinen Betrieb aufnehmen sollte. Am 6. September 2007 habe Israel den offenbar mit nordkoreanischer Hilfe gebauten Reaktor aus der Luft angegriffen, schrieb die damalige US-Außenministerin Condoleezza Rice in einer Depesche. Das berichtet die israelische Zeitung "Jediot Ahronot" unter Berufung auf die Enthüllungsplattform Wikileaks.

"Unsere Geheimdienstexperten sind überzeugt, dass der Angriff einen Reaktor des Typs traf, der von Nordkorea in Yongbyon gebaut wurde", teilte Rice demnach in der Note vom 25. April 2008 mit. "Wir haben genügend Anlass davon auszugehen, dass der Reaktor nicht zu friedlichen Zwecken errichtet wurde." Laut Rice taugte die Anlage nicht zur Stromerzeugung. Als Israel den Reaktor angegriffen habe, seien es nur noch wenige Wochen bis zur Inbetriebnahme gewesen, fügte die damalige Ministerin hinzu.

Israel hat nie bestätigt, am 6. September einen Luftangriff in Syrien geflogen zu haben, aber es auch nie dementiert. Nach syrischer Darstellung wurde eine "im Bau befindliche Militäranlage" zerstört, kein Atomreaktor.

Bilderserie

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen