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(Foto: dpa)

Lauschangriffe durch NSA: Ist Merkels Krypto-Handy wieder geknackt?

Es ist ein Wettrennen, das offenbar nicht zu gewinnen ist: So sehr sich deutsche Firmen auch bemühen, die Handys der Kanzlerin abhörsicher zu machen, die NSA ist ihnen einem Medienbericht zufolge immer einen Schritt voraus.

Auch die neuen Hochsicherheitshandys, mit denen Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre Minister vor Lauschangriffen geschützt werden sollen, sind einem Medienbericht zufolge nicht abhörsicher. Der US-Geheimdienst habe die Krypto-Handys bereits entschlüsselt, berichtet die "Bild am Sonntag". Das habe ein ranghoher US-Geheimdienstmitarbeiter in Deutschland bestätigt.

"Die technischen Veränderungen der Handys beeinträchtigen unsere Arbeit nicht", zitierte das Blatt den Experten. Das Weiße Haus in Washington wollte sich dazu laut dem Bericht nicht äußern.

Die Düsseldorfer Firma Secusmart, die den Verschlüsselungscode für die neuen Handys entwickelte, bestritt allerdings Sicherheitsmängel. "Die hier verwendeten standardisierten Verschlüsselungsverfahren sind vor allen bekannten Angriffsmethoden sicher - auch vor solchen, die auf Supercomputern beruhen", teilte das Unternehmen der "Bild am Sonntag" mit.

Der US-Geheimdienst NSA soll über Jahre Merkels Handy ausgespäht haben. Generalbundesanwalt Harald Range leitete Anfang Juni wegen des mutmaßlichen Lauschangriffs ein Ermittlungsverfahren ein.

Quelle: n-tv.de

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