Sonntag, 14. Februar 2010
Alles nicht so schlimm: Jobwunder Deutschland
Nach den Prognosen von Bundesarbeitsministerin von der Leyen bleibt die "ganz große Katastrophe" vermutlich aus, wobei sich "schwere Monate" aber nicht ganz vermeiden lassen. International werde Deutschland jedenfalls "beneidet".Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) erwartet in diesem Jahr nur einen moderaten Anstieg der Arbeitslosigkeit auf durchschnittlich 3,7 Millionen. Die Arbeitslosigkeit werde in der Krise noch steigen, auch wenn die "ganz große Katastrophe" wohl ausbleibe, sagte von der Leyen der "Bild am Sonntag". "Es werden aber auch schwere Monate auf uns zukommen, in denen wir an die vier Millionen herankommen werden", sagte sie weiter.
3,4 Millionen Arbeitslose waren es nach ihren Angaben im Schnitt im Jahr 2009. Zu Jahresbeginn hatte sich die Zahl der Erwerbslosen wegen des strengen Winters auf 3,62 Millionen erhöht.
Jobwunder Deutschland
Dass der deutsche Arbeitsmarkt in der Wirtschaftskrise nicht so stark eingebrochen sei wie in den Nachbarländern liegt für von der Leyen an der sozialen Marktwirtschaft. "Betrachtet man Deutschland heute in der weltweiten Krise im Vergleich zu anderen Ländern, dann hat sich unsere soziale Marktwirtschaft als stark erwiesen", so die Ministerin. Während in anderen Ländern Arbeitslosigkeit drastisch steige, spreche man international vom deutschen Jobwunder. Es bestehe darin, dass die Betriebe mit Kurzarbeit ihre Belegschaften halten.
Von der Leyen: "Die Tradition in Deutschland, zusammenzustehen und dafür zu sorgen, dass niemand ins Bodenlose fällt, wurde früher viel bespöttelt als lähmender Faktor für unser Land. Heute in der Wirtschaftskrise werden wir dafür beneidet."
dpa/AFP
Hintergründe zur Nachricht
Politik
-
Schlag gegen Terror-Organisation
Eta-Anführer gehen ins Netz
-
Noch mehr Tote bei Massaker in Hula
UN-Sicherheitsrat verurteilt Syrien scharf
-
Parade in Moskau geplant
Polizei nimmt Homosexuelle fest
-
Entschädigung der Zwangsarbeiter
Seehofer macht Druck
-
Neue Lyrik über Griechenland
Spott ergießt sich über Grass
-
Wieder tote Zivilisten in Afghanistan
Nato-Bomben töten Familie
-
Umstrittenes Atomprogramm
Iran baut zweites AKW
-
Mehr als 30 tote Kinder
Massaker sorgt für Empörung
-
Rückbau der Atomruine dauert 30 Jahre
Abklingbecken sicher vor Beben
-
Anerkennung von Gesundheitsschäden
SED-Opfer warten jahrelang
-
Idealer SS-Mann und blonde Bestie
Aufstieg und Tod des Reinhard Heydrich
-
Deutsche Interessen vernachlässigt?
Steinbrück: Kanzlerin vereinsamt