Politik

Testlauf am Hamburger Flughafen: Körperscanner irren sich oft

Seit Ende September können sich Reisende am Hamburger Flughafen Fuhlsbüttel technisch kontrollieren lassen. Doch vielen bleibt die Leibesvisitation dennoch nicht erspart. Denn die Maschinen melden noch viel zu viele Bedrohungen.

So sieht das Bild aus, das der körperscanner ausgibt.
So sieht das Bild aus, das der körperscanner ausgibt.(Foto: picture alliance / dpa)

Die seit September am Hamburger Flughafen eingesetzten Körperscanner arbeiten offensichtlich immer noch fehlerhaft. Zeitweise müssten alle Passagiere nachkontrolliert werden, wenn sie die beiden Testgeräte passiert haben, berichtete der NDR.

Grund für die hohe Fehlerquote sei, dass die Geräte beim Abbild eines Passagiers auf dem Monitor zu viele verdächtige Stellen markierten. Vor allem Falten in der Kleidung der Fluggäste würden beim Scannen weiterhin Probleme bereiten. Deshalb komme es zeitweise zu drastischen Verzögerungen am Hamburger Flughafen. Die Testphase für die Körperscanner läuft noch bis Ende März.

Körperscanner funktionieren ähnlich wie eine Wärmebildkamera.  Sie tasten den Passagiere in einer röhrenartigen Detektorschleuse  innerhalb von drei Sekunden mit Millimeterwellen ab. Durch eine  computergestützte Auswertung der reflektierten Strahlen können sie  erkennen, ob sich Gegenstände auf der Haut oder unter der Kleidung  befinden. Dabei werden alle Materialien sichtbar gemacht - also  auch solche, auf die die heute gebräuchlichen Metalldetektoren  nicht anspringen. Verdächtige Fundstellen werden dem Personal auf  einem Bildschirm angezeigt, sodass es diese dann gezielt überprüfen  kann.

Die Scanner hatten Kritik von Datenschützern auf sich gezogen,  weil diese befürchteten, Menschen könnten durch die Abbildungen  bloßgestellt werden. Die in Hamburg eingesetzten Versionen stellen  Fluggäste aber nur als abstrakte Computer-Strichmännchen dar, auf  denen verdächtige Stellen mit farbigen Flecken markiert werden.  In der Testphase ist die Benutzung der beiden Geräte in Fuhlsbüttel für die Reisenden freiwillig.

Quelle: n-tv.de

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