Politik

Nur "eine gewöhnliche Ente": Kreml dementiert angebliche Putin-Drohung

Es soll nur eine "gewöhnliche Ente gewesen sein: Der Kreml dementiert angebliche Drohungen des russischen Präsidenten Putin. Der muss nun auch den Spott ertragen – ein kremlkritischer Radiosender nutzt die Meldung zu einer Satire.

Drohte Putin (r.) Poroschenko (l.)? Der Kreml sagt nein.
Drohte Putin (r.) Poroschenko (l.)? Der Kreml sagt nein.(Foto: dpa)

Der Kreml hat mutmaßliche Drohungen von Präsident Wladimir Putin zu einem möglichen Einmarsch Russlands in EU- und Nato-Staaten als "gewöhnliche Ente" zurückgewiesen. "Wir halten es schon nicht mehr für möglich, auf solche Mitteilungen einzugehen", sagte Putins Sprecher Dmitri Peskow dem Radiosender Echo Moskwy.

Er reagierte damit auf einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung" über angebliche Äußerungen Putins, russische Truppen könnten innerhalb von zwei Tagen in mehrere östliche Nato- und EU-Länder einmarschieren, darunter auch Polen und Rumänien. Der kremlkritische Radiosender nutzte den Bericht als Vorlage für eine Satire, wonach Putin schon ein "großer Zauberer" sein müsse, mit Panzern innerhalb so kurzer Zeit nicht nur Kiew einzunehmen, sondern auch noch fünf weitere Hauptstädte.

Putin soll bei einem Gespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko gedroht haben, die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen einzunehmen. Die russische Luftwaffe könne auch Warschau und Bukarest innerhalb einer halben Stunde bombardieren, meinte ein Kommentator bei Echo Moskwy.

Zuletzt hatte eine italienische Zeitung über angebliche Drohungen Putins gegenüber EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso berichtet, Russland könne Kiew in zwei Wochen einnehmen. Der Kreml hatte dies zurückgewiesen und mit der Veröffentlichung des Gesprächsmitschnitts gedroht. Der Fall sei aber nach einer Reaktion der EU-Kommission "erledigt", hieß es in Moskau.

Quelle: n-tv.de

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