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Dienstag, 11. Juli 2017

Suche nach G20-Randalierern: Maas bittet EU-Partner um Fahndungshilfe

Die Ausschreitungen rund um den G20-Gipfel in Hamburg sitzen der deutschen Politik in den Knochen. Randalierer aus ganz Europa hatten für schwere Krawalle im Schanzenviertel gesorgt. Justizminister fordert deshalb "schnelle Hilfe" von den EU-Staaten.

Nach den schweren Krawallen rund um den G20-Gipfel in Hamburg fordert die Bundesregierung nun rasche Fahndungshilfe von den EU-Partnern. Einen entsprechenden Appell habe Justizminister Heiko Maas in einem Schreiben an seine europäischen Amtskollegen gerichtet, berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

"Bitte lassen Sie deutsche Rechtshilfeersuchen im Zusammenhang mit den G20-Taten von Ihren nationalen Behörden vordringlich bearbeiten", wird Maas zitiert. "Viele Fotos und Videoaufnahmen werden jetzt ausgewertet, um die Täter namhaft zu machen. Dabei sind wir auch auf die Unterstützung unserer ausländischen Partner angewiesen."

Der Minister habe seine Kollegen zugleich aufgerufen, zügig europäische Haftbefehle zu vollstrecken, die von deutscher Seite ausgestellt werden. Zuvor bereits hatten Politiker von Union und SPD eine europäische Linksextremisten-Datei verlangt, darunter Bundesinnenminister Thomas de Maiziere.

Bei den Ausschreitungen am Rande des Gipfels der führenden Industrie- und Schwellenländer wurden den Sicherheitsbehörden zufolge fast 500 Polizisten verletzt. Darüber hinaus entstand ein hoher Sachschaden. Gleichzeitig ist in der deutschen Politik eine Debatte über Linksextremismus entbrannt.

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Quelle: n-tv.de

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