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Flüchtlinge können den Grenzübergang bei Idomeni am Morgen wieder passieren.
Flüchtlinge können den Grenzübergang bei Idomeni am Morgen wieder passieren.(Foto: dpa)

Weiter "Stau" von Flüchtlingen: Mazedonien macht Grenze wieder auf

Seit gestern war in Mazedonien der wichtigste Grenzübergang zu Griechenland geschlossen - nun können Flüchtlinge wieder passieren. Aus den Niederlanden kommt derweil ein Vorschlag zur unverzüglichen Rückführung von Flüchtlingen in die Türkei.

Mazedonien hat seinen Grenzübergang zu Griechenland für Flüchtlinge und Migranten wieder geöffnet. Dies sagte ein Polizeioffizier aus der griechischen Grenzstadt Idomeni am Morgen. Der nördliche Nachbarstaat Griechenlands hatte diesen für die Flüchtlinge wichtigen Grenzübergang am Vortag vorübergehend geschlossen.

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Es gebe weiter nördlich nahe der mazedonisch-serbischen Grenze einen "Stau", hatten die mazedonischen Behörden der griechischen Polizei als Grund genannt. Auf der griechischen Seite des Eisenbahnübergangs von Idomeni befanden sich nach Augenzeugenberichten rund 1000 Menschen. Diese verbrachten die Nacht in Zelten und provisorischen Unterkünften.

Gut 800 Flüchtlinge mussten demnach die Nacht in Bussen und in einer Tankstelle rund 20 Kilometer südlich ausharren. "Jetzt gehen sie wieder in kleineren Gruppen rüber", sagte ein griechischer Grenzpolizist.

Niederlande legen Plan vor

Die Niederlande haben indes einen neuen europäischen Plan vorgelegt, nach dem Flüchtlinge von den griechischen Inseln direkt mit Fähren in die Türkei zurückgeschickt werden sollen. Der Plan werde zurzeit in mehreren EU-Staaten ausgearbeitet, sagte der Fraktionsvorsitzende der regierenden Sozialdemokraten, Diederik Samsom, der Tageszeitung "De Volkskrant".

Die Niederlande haben zurzeit die EU-Ratspräsidentschaft. Im Gegenzug würden sich die EU-Mitgliedsstaaten verpflichten, 150.000 bis 250.000 Flüchtlinge pro Jahr zuzulassen. Unter dieser Bedingung sei die Türkei nach Aussagen des niederländischen Politikers bereit, die Flüchtlinge wieder aufzunehmen.

Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte habe darüber bereits intensiv mit Deutschland, Schweden und Österreich beraten. Die ersten Fähren sollten bereits ab März oder April eingesetzt werden.

Quelle: n-tv.de

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