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In kritischen Zeiten habe Merkel Führungsqualitäten bewiesen, sagt der Direktor des Osloer Friedensforschungsinstituts.
In kritischen Zeiten habe Merkel Führungsqualitäten bewiesen, sagt der Direktor des Osloer Friedensforschungsinstituts.(Foto: AP)

"Sie duckt sich nicht": Merkel hat Chancen auf Friedensnobelpreis

Bundeskanzlerin Merkel könnte den Friedensnobelpreis bekommen, schätzt der Direktor des Osloer Friedensforschungsinstituts Prio. Grund sei ihr Führungsstil in Krisenzeiten. 1971 hatte schon einmal ein deutscher Staatschef die Auszeichnung erhalten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel könnte gute Chancen auf den diesjährigen Friedensnobelpreis haben. Der Direktor des Osloer Friedensforschungsinstituts Prio, Kristian Berg Harpviken, erklärte: "Sie hat in einer kritischen Zeit moralische Führungsqualitäten gezeigt."

Sowohl in der Ukraine-Krise als auch in der Flüchtlingsfrage habe die Kanzlerin Verantwortung übernommen, um die sich viele andere gewunden hätten. "Sie duckt sich vor konkreten und schwierigen Diskussionen nicht weg", sagte Harpviken. "Und wir wissen, dass sie nominiert ist - sie könnte den Preis also bekommen."

Unionspolitiker im Bundestag hatten Merkel für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Angela Merkel wäre nach Willy Brandt die zweite deutsche Bundeskanzlerin, die den Friedensnobelpreis bekommt. Brandt hatte den Preis 1971 für seine Ost-Politik bekommen. 2009 hatte US-Präsident Barack Obama die Auszeichnung erhalten. Das Komitee begründete seine Entscheidung mit Obamas "außergewöhnlichen Bemühungen, die internationale Diplomatie und die Zusammenarbeit zwischen den Völkern zu stärken".

Nächsten Freitag wird bekannt gegeben, wer den Friedensnobelpreis 2015 erhält. Offenbar gibt es 276 Kandidaten, darunter 227 Personen und 49 Organisationen. Verleihung ist dann am 10. Dezember in Oslo. Der Preis ist mit rund 900.000 Euro dotiert.

Quelle: n-tv.de

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