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Vor der Kirche sollen sich zum Zeitpunkt des Anschlags zahlreiche Gläubige aufgehalten haben.
Vor der Kirche sollen sich zum Zeitpunkt des Anschlags zahlreiche Gläubige aufgehalten haben.(Foto: REUTERS)

Doppelanschlag auf christliche Kirche in Pakistan: Mindestens 60 Menschen sterben

Nach einer Messe in einer Kirche in Pakistan verteilen Gemeindevertreter Essen. Plötzlich explodieren Bomben - zwei Selbstmordattentäter sprengen sich in die Luft. Mindestens 60 Menschen überleben die Attacke nicht, mehr als 100 werden verletzt.

Bei einem Doppelanschlag vor einer christlichen Kirche in Peshawar im unruhigen Nordwesten Pakistans sind mindestens 60 Menschen getötet worden. Mehr als 100 Menschen wurden nach Angaben der Polizei verletzt. Unter den Toten seien Kinder, sagte der Verwaltungschef des Distrikts Peshawar, Sahibzada Anees.

Der Anschlag ereignete sich nach Polizeiangaben, als die Gläubigen das Gotteshaus nach der Sonntagsmesse verließen. Zwei Selbstmordattentäter sprengten sich demnach in die Luft. Der an Afghanistan grenzende Nordwesten Pakistans ist eine Hochburg islamistischer Aufständischer, Taliban-Gruppen verüben regelmäßig Anschläge. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat.

Ein Augenzeuge sagte dem Sender Dunya TV, der Anschlag sei verübt worden, als Gemeindevertreter im Anschluss an den Gottesdienst Essen vor der Kirche verteilten. Mindestens 600 Gläubige seien zu dem Zeitpunkt auf dem Kirchenareal versammelt gewesen, sagte ein weiterer Augenzeuge dem Sender Geo TV.

Christen in Pakistan klagen über Diskriminierung besonders im Zusammenhang mit den international umstrittenen Blasphemiegesetzen des Landes. Gezielte Angriffe auf Angehörige der Minderheit oder auf Kirchen sind aber - gemessen an der sonst in Pakistan vorherrschenden Gewalt - verhältnismäßig selten.

Quelle: n-tv.de

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