Donnerstag, 04. Februar 2010
Indizierungsantrag scheitert: Nazimusik auf Schulhöfen legal
Seit 2004 wirbt die NPD mit der kostenlosen Verteilung von CDs auf Schulhöfen für rechtsextreme Ideen. Dem Treiben der Neonazis ist offensichtlich auch mit Hinweis auf Jugendgefährdung nicht beizukommen. Das Landeskriminalamt Niedersachsen scheiterte mit dem Versuch, die Musik auf den Index setzen zu lassen.
Unter dem Titel "Fair Beats - Tüne für Toleranz" gab das sächsische Kultusministerium 2009 eine eigene Schulhof-CD heraus.
(Foto: picture alliance / dpa)
Die rechtsextreme NPD darf CDs mit Rechtsrock einem Zeitungsbericht zufolge weiterhin auf Schulhöfen und in Jugendclubs verbreiten. Wie die Zeitung "Neues Deutschland" schreibt, scheiterte vor der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien in Bonn ein Indizierungsantrag des Landeskriminalamtes Niedersachsen.
Die Leiterin der Bundesprüfstelle, Elke Monssen-Engberding, sagte der Zeitung, dies sei die erste Entscheidung der Prüfstelle über eine Musik-CD der NPD. Die Begründung liege allerdings erst in der nächsten Woche vor.
Die NPD verteilt seit 2004 kostenlos CDs mit Liedern, in denen Elemente der NS-Ideologie wie die Volksgemeinschaftstheorie verbreitet werden. Über die ideologisch aufgeladene Musik kommen viele Jugendliche erstmalig in Kontakt mit der rechten Szene.
dpa
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