Politik
Samstag, 20. Februar 2010

Adoptionsrecht für Homo-Paare: Neuer Streit in der Koalition

Gestritten wird in der Koalition darüber, was für die Kinder am besten sei. Nach Ansicht der FDP gefährde die bestehende Regelung das Kindeswohl. Dagegen argumentiert die CDU, das Adoptionsrecht für homosexuelle Paare sei "dem Kindeswohl nicht zuträglich".

(Foto: picture-alliance/ dpa)

In der schwarz-gelben Koalition bahnt sich lein Streit über das Adoptionsrecht für schwule und lesbische Paare an. "Gleichgeschlechtliche Paare müssen endlich auch bei Adoptionen die gleichen Rechte haben", sagte der FDP-Sozialexperte Michael Kauch. Bislang darf nur ein Partner ein Kind adoptieren. Die Union lehne den Vorstoß der Liberalen jedoch vehement ab, schreibt das Magazin. Dorothee Bär (CSU), familienpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion, wolle verhindern, "dass die Ehe weiter ausgehöhlt" werde. Die Familie bestehe für die Union aus "Vater, Mutter, Kind".

Der wissenschaftliche Dienst des Bundestags hatte das Adoptionsverbot für gleichgeschlechtliche Paare in der vergangenen Woche als verfassungswidrig eingestuft.

Gestritten wird in der Koalition laut "Spiegel" darüber, was für die Kinder am besten sei. Nach Ansicht der FDP gefährde die bestehende Regelung das Kindeswohl. Dagegen argumentierte der CDU- Familienexperte Marco Wanderwitz, das Adoptionsrecht für homosexuelle Paare sei "dem Kindeswohl nicht zuträglich". Das Gutachten des Bundestags sei zudem "verfassungsrechtlich nicht maßgeblich". Die FDP-Abgeordnete Miriam Gruß verlangte von der Union, ihre "Blockadehaltung" aufzugeben.

Quelle: n-tv.de

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