Samstag, 25. Juni 2011
Als sechster US-Bundesstaat: New York erlaubt Homo-Ehe
Der Senat des US-Bundesstaates New York hat der Einführung der sogenannten Homo-Ehe zugestimmt. Wie die "New York Times" berichtete, stimmten 33 Senatoren für die Zulassung gleichgeschlechtlicher Ehen, 29 dagegen. Zuvor hatte bereits das Unterhaus die Gesetzesvorlage gebilligt. Die Unterzeichnung durch Gouverneur Andrew Cuomo, einen Befürworter der Initiative, galt als Formsache. Nach Inkrafttreten des Gesetztes, 30 Tage nach Unterschrift, wäre New York der sechste und bei weitem größte US-Bundesstaat, der Schwulen und Lesben die Heirat erlaubt.
Die Abstimmung im von den Republikanern dominierten Senat in Albany, der Hauptstadt des Bundesstaates, war mit Spannung erwartet worden. Laut "New York Times" stimmten vier konservative Senatoren mit ihren demokratischen Kollegen für die Homo-Ehe. 2009 war ein entsprechender Gesetzentwurf im damals noch von den Demokraten beherrschten New Yorker Senat gescheitert.
Demostranten vor Parlamentsgebäude
Seit Dienstag diskutierten die Senatoren über mehrere Änderungen des Textes, der vergangene Woche von dem Unterhaus, das von den Demokraten beherrscht wird, verabschiedet worden war. Seit Tagen campierten vor dem Parlamentsgebäude in Albany dutzende Demonstranten, die Stimmung für und gegen das Gesetzesprojekt machten.
"Ich bin sehr stolz auf New York und die Aussage, die wir heute an die Nation gerichtet haben", erklärte Gouverneur Cuomo. Mit der Zulassung der gleichgeschlechtlichen Ehen in seinem Bundesstaat dürfte die Diskussion auch auf nationaler Ebene neuen Schwung bekommen. Bislang sind Homo-Ehen bereits in den Staaten Connecticut, Iowa, Massachusetts, New Hampshire und Vermont erlaubt, außerdem in der US-Hauptstadt Washington.
dpa/AFP
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