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Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un treibt das Atomwaffenprogramm des Landes voran.
Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un treibt das Atomwaffenprogramm des Landes voran.(Foto: REUTERS)
Sonntag, 01. Oktober 2017

Reden heißt nicht verhandeln: Nordkorea lässt die USA bislang abblitzen

US-Außenminister Tillerson zufolge gibt es zwischen Washington und Pjöngjang auch Kommunikation abseits öffentlicher Drohungen. Doch Nordkorea zeigt sich laut USA an konkreten Verhandlungen nicht interessiert.

Nordkorea hat nach Angaben des US-Außenministeriums keinerlei Interesse an konstruktiven Gesprächen mit Washington. Es gebe keine Hinweise darauf, dass Pjöngjang an Verhandlungen über eine Denuklearisierung interessiert sei, erklärte Außenamtssprecherin Heather Nauert. Dabei hätten die USA der Führung des asiatischen Landes unter anderem zugesichert, Machthaber Kim Jong Un nicht stürzen zu wollen.

Zuvor hatte US-Außenminister Rex Tillerson bei einem Besuch in Peking gesagt, die USA stünden in Kontakt mit Nordkorea, um die Möglichkeit von Verhandlungen über dessen Atom- und Raketenprogramm auszuloten. Dazu gebe es "zwei, drei Kanäle", deren Existenz Nauert bestätigte. "Wir können mit ihnen reden, und wir reden mit ihnen", sagte Tillerson.

Zuletzt hatten die USA und Nordkorea im Konflikt um das Atom- und Raketenprogramm des ostasiatischen Landes auf äußerst martialische Töne gesetzt. US-Präsident Donald Trump hatte Nordkorea sogar mit der "vollständigen Vernichtung" gedroht, falls das Land seine atomare Aufrüstung fortsetze. Der nordkoreanische Außenminister Ri Yong Ho wertete dies als Kriegserklärung.

Nordkorea hatte am 3. September seinen bislang stärksten Atomwaffentest vorgenommen. Zudem testet das isolierte Land regelmäßig Raketen und verletzt damit Resolutionen des UN-Sicherheitsrats. Nordkorea arbeitet erklärtermaßen an der Entwicklung einer Rakete, die einen Atomsprengkopf bis aufs Festland der USA tragen kann. Die USA wollen dies verhindern.

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Quelle: n-tv.de

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