Zweifel an MenschenversuchenNordkoreaner schmuggelt brisante Daten
Eine abenteuerliche Flucht führt einen nordkoreanischen Wissenschaftler nach Europa. Im Gepäck hat er 15 Gigabyte Daten, die Menschenversuche in seinem Heimatland dokumentieren sollen. Angeblich will er die Daten dem Europaparlament vorlegen.
In Finnland hat sich ein nordkoreanischer Wissenschaftler zu erkennen gegeben, der aus seinem Heimatland geflohen ist. Im Gepäck hatte der 47-Jährige einen Datenträger mit 15 Gigabyte an Informationen über Menschenversuche in Nordkorea. Darüber berichtet die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap.
Der Mann war vor einem Monat über China und die Philippinen nach Europa geflohen, wie die Agentur unter Berufung auf nordkoreanische Menschenrechtler berichtet. Seinen Namen gab er schlicht mit "Lee" an. Laut Yonhap arbeitete er in der Stadt Kanggye, Hauptstadt der Provinz Chgang-do, in einem Mikrobiologie-Forschungszentrum.
Der Mann ist den Informationen zufolge geflohen, weil er Zweifel an seinen Experimenten entwickelte. Worin die Experimente an Menschen genau bestanden haben, ist bisher nicht bekannt. Laut Yonhap will der Nordkoreaner noch in diesem Monat vor das Europaparlament treten, um Auskunft zu geben.
Das südkoreanische Verteidigungsministerium warnte der "Korea Times" zufolge kürzlich vor biochemischen Bedrohungen aus dem nördlichen Nachbarland. Es ging dabei um die Stoffe Anthrax und Pockenviren.