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Firmen rüsten sich für Ernstfall: Notfallpläne für den Euro-Crash

Die Schuldenkrise in der Eurozone sorgt jeden Tag für neue Schlagzeilen. Das treibt auch die Unternehmen um. Auch wenn die Mehrzahl davon ausgeht, dass der Euro überlebt, die Notfallpläne für ein Auseinanderbrechen der Eurozone liegen bereits in den Schubladen.

Deutsche Banken und Industriekonzerne rüsten sich nach Ansicht eines Unternehmensberaters immer mehr für ein Zerbrechen der Eurozone. "Rund ein Drittel der Führungskräfte in deutschen Unternehmen hält es für wahrscheinlich, dass der Euro in einen Nord-Euro und einen Süd-Euro zerfallen könnte", sagte Alexander Roos, Partner bei der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG), der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".  Zwar gehe eine Mehrheit immer noch davon aus, dass der Euro überlebe, aber "sie bereiten sich trotzdem auf den Ernstfall vor", sagte der BCG-Experte.

Große Banken beschäftigen sich seit geraumer Zeit mit Maßnahmenkatalogen im Zusammenhang mit der Eurokrise. Ebenso wie international tätige Unternehmen haben sie Notfallpläne für den Fall der Fälle vorbereitet. Dazu gehört auch die unternehmensinterne Steuerung von Zahlungsströmen, mit denen die Konzerne ihre Länderrisiken senken wollen.

"Wir spielen Szenarien durch", sagte ein Commerzbank-Insider der "Sonntagszeitung". Das erwarteten Kunden, Mitarbeiter und Bankenaufsicht. "Das heißt nicht, dass wir deren Eintritt erwarten". Einen anderen Banker zitiert die Zeitung mit dem Satz: "Alle Pläne liegen fertig in der Schublade."

Quelle: n-tv.de

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