Sonntag, 31. Januar 2010
Maroder US-Haushalt: Obama streicht Mondmission
Kein Geld will US-Präsident Obama offenbar für Reisen zum Mond oder Mars ausgeben. Die US- Raumfahrtbehörde soll stattdessen zunächst hauptsächlich in die Entwicklung kommerzieller Raumfahrzeuge investieren.
Die NASA hat auf dem Mond Wasser entdeckt.
US-Präsident Barack Obama rückt vom Plan seines Vorgängers George W. Bush für eine neue Mondmission ab. In seinem Haushaltsentwurf für 2011 sind nach Medienberichten keine Mittel für die Fortsetzung des Constellation-Programms der NASA enthalten, das auf die Entwicklung von Ares-Raketen für eine Rückkehr zum Erdtrabanten bis 2020 und spätere Reisen zum Mars abzielten.
Obama will seinen Haushaltsplan an diesem Montag vorstellen. Darin sind Einsparungen im Umfang von 20 Milliarden Dollar enthalten, wie Obama selbst in der vergangenen Woche mitgeteilt hatte. Demnach will er bestimmte Etat-Teile in den nächsten drei Jahren einfrieren. Die NASA ist den Medienberichten zufolge, die sich auf Angaben von Regierungsbeamten stützen, davon aber nicht betroffen. Sie soll im Zeitraum der nächsten fünf Jahre sogar sechs Milliarden Dollar mehr ausgeben dürfen. Aber nicht für Reisen zum Mond oder Mars: Die US- Raumfahrtbehörde soll stattdessen zunächst hauptsächlich in die Entwicklung kommerzieller Raumfahrzeuge investieren.
Damit sollen dann Astronauten in einer Art Taxi-Service zur Internationalen Raumstation ISS befördert werden. Die NASA will ihre veralteten Raumfähren, das bisherige Transportmittel, in diesem Jahr einmotten. Danach ist sie für Reisen zur ISS vorläufig auf die russischen Sojus-Kapseln angewiesen. Die Raumstation soll laut dem Haushaltsentwurf fünf Jahre länger als ursprünglich geplant in Betrieb bleiben: Das wäre bis 2020, wie es heißt.
Der erste bemannte Mondflug ist geglückt. 22 Stunden dauert der Aufenthalt dort oben. Unvergessen Armstrongs Worte: "Ein kleiner Schritt für einen Menschen, ein Riesensprung für die Menschheit." Der Ingenieur als Poet ...
dpa
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