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Orbans Rede vor dem Nationalmuseum wird von Protestrufen Hunderter Demonstranten begleitet.
Orbans Rede vor dem Nationalmuseum wird von Protestrufen Hunderter Demonstranten begleitet.(Foto: REUTERS)

Tirade gegen Flüchtlinge: Orban warnt vor "Zerstörung Europas"

Viktor Orban spricht zu seinem Volk - und nutzt die Bühne, um vor dem EU-Gipfel gegen die Politik aus Brüssel zu hetzen. Während er die deutsche Asylpolitik nur indirekt kritisiert, findet er deutliche Worte gegen Flüchtlinge, die "Verbrechen und Terror" bringen.

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat vor dem EU-Gipfel die deutschen Pläne zur Beilegung der Flüchtlingskrise kritisiert. Ohne Deutschland namentlich zu nennen, wandte sich Orban in Budapest in seiner Rede zum ungarischen Nationalfeiertag gegen Pläne zur "Zerstörung Europas".

Man lasse sich von den "Rotten unverbesserlicher Kämpfer für die Menschenrechte" nicht belehren, sagte Orban weiter. Migranten bringen nach seinen Worten "Verbrechen und Terror" nach Europa. "Wenn wir die Völkerwanderung stoppen wollen, müssen wir vor allem Brüssel bremsen", sagte Orban nach Angaben der staatlichen ungarischen Nachrichtenagentur MTI. Es gehe darum zu verhindern, dass "Banden Jagd auf unsere Frauen und Mädchen machen", sagte der nationalkonservative Orban in Anspielung auf die Kölner Silvesternacht.

Zudem würden Migranten aus dem Nahen Osten "zündelnden Antisemitismus" mitbringen. Orbans Rede vor dem Nationalmuseum wurde von Protestrufen Hunderter Demonstranten begleitet. Unter den Orban-freundlichen Zuhören waren wie jedes Jahr viele Gäste aus Polen, die Orban als Freunde seiner Flüchtlingspolitik willkommen hieß. Am 15. März feiert Ungarn den Beginn der antihabsburgischen Revolte 1848.

Quelle: n-tv.de

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