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Trauerfeier in "ernster Athmosphäre": Pjöngjang gedenkt des Todes von Kim Jong Il.
Trauerfeier in "ernster Athmosphäre": Pjöngjang gedenkt des Todes von Kim Jong Il.(Foto: AP)

"Sehnsucht nach seinem sonnigen Lächeln": Pjöngjang weint Kim Jong Il nach

Vor einem Jahr stirbt Kim Jong Il, der die Geschicke Nordkoreas über Jahrzehnte gelenkt hat. Der damit verbundene Übergang zur Herrschaft seines Sohnes Kim Jon Un ist abgeschlossen. Nicht enden will jedoch die von Staats wegen zur Schau getragene Trauer über den Tod des "lieben Vaters".

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Ein Jahr nach dem Tod von Kim Jong Il ist der Personenkult um den langjährigen nordkoreanischen Alleinherrscher ungebrochen. Am ersten Todestag Kims wurde in Anwesenheit von seinem Sohn und Nachfolger Kim Jong Un und dessen Frau Ri Sol Ju das renovierte Mausoleum für die Herrscher-Familie in Pjöngjang wiedereröffnet, wie Staatsmedien berichteten.

In dem Gebäude liegen die einbalsamierten Leichname von Kim Jong Il und seines als Staatsgründer verehrten Vaters Kim Il Sung. Auf dem Platz davor versammelten sich Zehntausende von Nordkoreanern. Während der Zeremonie legten die angesichts eisiger Temperaturen in dicke schwarze Mäntel gehüllten Teilnehmer unter anderem drei Schweigeminuten zu Kims Ehren ein.

"Unser Volk und das Militär sehnen sich tränenreich nach dem sonnigen Lächeln unseres lieben Vaters", hieß es im Staatsfernsehen, das die Feierlichkeiten live übertrug.  Die Eröffnungszeremonie für den "Kumsusan-Gedächtnis-Palast der Sonne" habe in einer ernsten Atmosphäre stattgefunden, hieß es.

Nordkorea verunsichert Welt mit Raketentest

Das Staatsfernsehen des kommunistischen Landes zeigte Bilder, wie sich Kim Jong Un vor überlebensgroßen Statuen seines Vaters und Großvaters verbeugte. An seiner Seite standen seine anscheinend hochschwangere Gattin sowie Vertreter der Regierung, Partei und der Armee.

Die Veranstaltung war Teil der seit Tagen andauernden Gedenkfeiern für Kim Jong Il, der am 17. Dezember 2011 an einem Herzinfarkt gestorben war. Kurz nach seinem Tod wurde sein Sohn zum obersten Führer des Landes ausgerufen.

Eine erste große Gedenkfeier fand am Sonntag statt. Am Mittwoch hatte Pjöngjang eine Trägerrakete abgefeuert und damit nach eigenen Angaben einen Forschungssatelliten ins All gebracht. Der Westen vermutet hinter dem Start einen unzulässigen Raketentest für Nordkoreas Atomprogramm.

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Quelle: n-tv.de

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