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Kreml-Chef verteidigt Annexion: Putin: "Krim ist heilig wie der Tempelberg"

Wieder einmal bemüht Russlands Präsident Putin die Historie: Die Krim habe für Russland "große zivilisatorische und sakrale Bedeutung" - und ihr Anschluss sei im Einklang mit dem Völkerrecht geschehen.

Kemlchef Wladimir Putin hat das Eingreifen Russlands in der Ukraine-Krise gegen massive Kritik aus dem Westen verteidigt. Russland werde sich nicht einer Unterwerfungspolitik des Westens beugen, sagte Putin bei seiner Rede an die Nation im Kreml.

Rückbesinnung auf alte Größe: Putin spricht im Kreml zur Nation.
Rückbesinnung auf alte Größe: Putin spricht im Kreml zur Nation.(Foto: dpa)

Moskau setze sich auch weiter für einen Dialog zwischen den Konfliktparteien in Kiew ein. "Was in der Ostukraine geschieht, bestätigt die Richtigkeit unserer Haltung." Für viele europäische Länder sei der Begriff Nationalstolz unbedeutend geworden. "Für Russland ist Staatshoheit aber eine Bedingung für seine Existenz."

Putin warf der EU vor, Russland vor einem Jahr bei den Verhandlungen mit der Ukraine über ein Assoziationsabkommen "völlig ignoriert" zu haben - trotz großer Auswirkungen des Vertrags auf Moskau. "Uns wurde gesagt, dass es uns angeblich nichts angeht." Russland habe aber legitime Interessen.

Der Anschluss der Halbinsel Krim an Russland sei in Einklang mit dem Völkerrecht geschehen. Die Krim habe für Russland "große zivilisatorische und sakrale Bedeutung - jetzt und für immer". Sie sei den Russen "so heilig wie der Tempelberg" den Israelis.

Putin: Sanktionen schaden dem Westen

Die Strafmaßnahmen der EU und der USA gegen Russland in der Ukraine-Krise würden dem Westen "erheblich schaden", meinte Putin. Für Moskau seien sie aber auch ein Ansporn. "Die Sanktionen sind der beste Anreiz für die Erreichung unserer Ziele." Er dankte "allen Russen für die Unterstützung in einem schicksalsvollen Moment, in dem sich die Zukunft entscheidet".

Putin warf den USA mit Nachdruck vor, in Russlands unmittelbarer Nachbarschaft zu zündeln und die Region zu destabilisieren. "Manchmal weißt du nicht, mit wem du sprechen sollst - mit den Regierungen mancher Staaten oder direkt mit ihren amerikanischen Sponsoren."

Zugleich zeigte sich Putin entschlossen: "Russland wird sich nicht vor der Unterwerfungspolitik des Westens beugen". Kaum verschleiert drohte er dem Westen. "Unsere Armee ist höflich, aber stark." Es sei "nicht möglich, Russland militärisch zu besiegen".

Quelle: n-tv.de

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