Tote in Dagestan und InguschetienRebellen greifen wieder an
Die Gewaltserie in Inguschetien und Dagestan reißt nicht ab. Bei mehreren Angriffen wurden in den russischen Kaukasusrepubliken fünf Menschen getötet.
Drei Mitarbeiter des russischen Katastrophenschutzministeriums kamen in Inguschetien ums Leben, als Unbekannte ihr Fahrzeug beschossen, wie die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf einen Sprecher des Innenministeriums Inguschetiens berichtete. In Dagestan wurden laut der Nachrichtenagentur RIA Nowosti zwei Polizisten bei einem Angriff auf eine Wache getötet. Demnach wurde ihr Posten aus einem Auto heraus beschossen.
Größter Unruheherd im Süden Russlands
Die Armut in der Krisenregion gilt als Nährboden für extremistische Gewalt - sie steht zudem im Ruf, Rückzugsort für globale Netze muslimischer Extremisten zu sein. In Inguschetien und Dagestan leben hauptsächlich Muslime. Inguschetien hat mittlerweile Tschetschenien als größten Unruheherd im Süden Russlands überholt.
In den vergangenen Wochen wurden in Inguschetien mehrere Anschläge auf ranghohe Persönlichkeiten verübt. Dabei wurde der Präsident schwer verletzt. Bis Mitte August wird er nach dem Willen von Russlands Präsident Dmitri Medwedew übergangsweise von Regierungschef Raschid Gaisanow im Amt vertreten. Der frühere Innenminister und langjährige Vize-Ministerpräsident Baschir Auschow und die Vize-Präsidentin des Obersten Gerichthofs, Asa Gasgirejewa, kamen bei Anschlägen ums Leben.