Politik

Nach dem Massaker von Hula: Satellit zeigen Massengräber

Die Gräber, in denen die Opfer von Hula begraben sind, können vom All aus gesehen werden. Ein privater Satellit hat Bilder gemacht, auf denen laut US-Außenministerium die Gräber zu sehen sind. Über die Verantwortung für die Taten kursieren immer noch verschiedene Darstellungen.

Die Bilder eines privaten Satelliten wurden einer Behörde des US-Außenministeriums veröffentlicht.
Die Bilder eines privaten Satelliten wurden einer Behörde des US-Außenministeriums veröffentlicht.(Foto: REUTERS)

Das US-Außenministerium hat Satellitenfotos veröffentlicht, die Hinweise auf Massengräber und Armee-Angriffe auf Zivilisten in Syrien zeigen sollen. Die Fotos seien Anfang der Woche von kommerziellen Satelliten aufgenommen worden, hieß es auf einer Internetseite, die von einer Abteilung des Ministeriums betrieben wird. Darauf seien Massengräber in der Nähe der Stadt Hula zu sehen, in der bei einem Massaker in der vorigen Woche mehr als 100 Menschen getötet wurden.

Zudem seien Krater von Artilleriegeschossen in der Nähe von Wohngebieten der Stadt Atarib zu erkennen. Auch sei offensichtlich zu sehen, dass Artillerie-Einheiten in die Umgebung dreier Städte und Kampfhubschrauber in die Nähe von Homs und Schairat verlegt worden seien. Eine Stellungnahme Syriens lag zunächst nicht vor.

Das syrische Militär und die Rebellen werfen sich gegenseitig vor, immer wieder die von dem UN-Sondergesandten Kofi Annan ausgehandelte Waffenruhe zu verletzen. Bei dem Massaker in Hula wurden die meisten Opfer aus nächster Nähe erschossen oder mit Messern getötet. Den UN-Beobachtern zufolge sind vermutlich Soldaten und eine regierungstreue Miliz dafür verantwortlich.

Einige Opfer seien durch schwere Waffen wie Panzer und Haubitzen ums Leben gekommen, über die nur das Militär verfüge. Die meisten anderen seien wohl von Milizionären aus der Gefolgschaft von Präsident Baschar al-Assad umgebracht worden. Die syrische Regierung macht dagegen die Rebellen für das Massaker verantwortlich. Russland vermutet Islamisten dahinter.

Quelle: n-tv.de

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