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Donnerstag, 10. August 2017

Grausame Tat vor Jemens Küste: Schlepper ertränken Flüchtlinge auf See

Auf ihrer Route entlang der afrikanischen Ostküste in den Jemen drohen Menschenschmuggler erwischt zu werden. Um schneller vor den Behörden fliehen zu können, stoßen sie alle Flüchtlinge von Bord - und damit in den fast sicheren Tod.

Schlepper haben vor der Küste Jemens 50 aus Somalia und Äthiopien stammende Migranten ertränkt. Auf einem Boot habe der Schmuggler dort mehr als 120 Migranten gezwungen, ins Wasser zu springen. Das berichtet die Internationale Organisation für Migration (IOM).

Kurz darauf entdeckten Mitarbeiter der Organisation, die an die Vereinten Nationen angegliedert ist, am Strand 29 Leichen in flachen Gräbern, die von den Überlebenden ausgehoben wurden. Insgesamt sind 50 Menschen ertrunken. Überlebende hätten berichtete, dass die Schlepper sie ins Wasser gestoßen haben, als sie an der Küste Behördenmitarbeiter entdeckten, teilte IOM mit.

Die Tat sei "schockierend und unmenschlich", sagte Laurent de Boeck, Leiter der IOM-Mission im Jemen. Die Schlepper sollen nach Angaben der Überlebenden wieder zurück nach Somalia gesteuert haben, um neue Migranten aufzusammeln und auf der gleichen Route in den Jemen zu schmuggeln.

Nach IOM-Schätzungen haben bisher rund 55.000 Migranten das Horn von Afrika verlassen, um über das Rote Meer in den Jemen zu kommen. 30.000 davon waren unter 18 Jahre alt und vorwiegend aus Somalia und Äthiopien.

Quelle: n-tv.de

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