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Nato: Waffenruhe hält: Separatisten sagen Ostukraine-Wahl ab

Angeblich gibt es keine Hilfe aus Russland - doch scheinbar gilt das Wort von Putin bei den Aufständigen in der Ostukraine. Diese verschieben nun die anstehende Wahl. Ungewohnt zuversichtlich äußert sich zudem die Nato zur Lage.

Die prorussischen Separatisten in der Ostukraine haben die eigentlich für Mitte Oktober geplanten umstrittenen Regionalwahlen nach eigenen Angaben verschoben. Sie sollten nun erst im Februar stattfinden, zitierte die den Separatisten zugerechnete Nachrichtenagentur DAN Vertreter der Aufständischen. Unterdessen hat die Nato erstmals seit langem Hoffnung auf ein friedliches Ende des Ukraine-Konflikts geäußert.

Im Friedensabkommen von Minsk ist vereinbart, dass in den Gebieten Wahlen gemäß ukrainischem Recht und unter Aufsicht der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) stattfinden sollen.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte vergangene Woche bei einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, dem französischen Präsidenten Francois Hollande und dessen ukrainischem Kollegen Petro Poroschenko zugesagt, sich bei den Separatisten für einen Verzicht auf die Wahlen einzusetzen.

Derweil erklärte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg: "Die Waffenruhe hält und wird durch die Ankündigung des Rückzugs von Panzern und anderen Waffen gestärkt". Dies erzeuge "Hoffnung und Schwungkraft". Gleichzeitig bezeichnete Stoltenberg die Situation in der Ukraine aber als weiterhin fragil. Russland unterstütze noch immer die Separatisten und destabilisiere damit den Osten des Landes.

Die ukrainische Regierung versucht seit dem vergangenen Jahr, den Aufstand prorussischer Separatisten niederzuschlagen. Der Westen wirft Putin vor, die Kämpfer militärisch zu unterstützen. Die Regierung in Moskau weist dies zurück.

Quelle: n-tv.de

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