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Mit herkömmlichen Waffen sei Terroristen immer schlechter beizukommen, so der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz.
Mit herkömmlichen Waffen sei Terroristen immer schlechter beizukommen, so der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz.(Foto: picture alliance / dpa)

Terroristen mit Kriegswaffen: Spezialeinsatzkräfte rüsten massiv auf

Bei den Terrorangriffen von Paris kämpften die Attentäter mit modernen Kriegswaffen. Darauf reagieren nun auch die Spezialkräfte der deutschen Polizei. In mehreren Bundesländern wird bei der Ausstattung der Beamten nachgebessert.

Nach den Terroranschlägen von Paris haben die Spezialkräfte der deutschen Polizei teils deutlich aufgerüstet. "Wir müssen mit Terroristen auf Augenhöhe bleiben", sagte der Chef der Innenministerkonferenz (IMK), Roger Lewentz (SPD). "An die offenbar extrem gut ausgebildeten Terroristen und ihre Waffen muss die Ausrüstung der Spezialkräfte angepasst werden", erklärte der Mainzer Innenminister. "Mit herkömmlichen Schusswaffen kommen Polizeibeamte auch nicht immer nahe genug an Terroristen heran, um in einem Schusswechsel zu bestehen."

Rheinland-Pfalz zum Beispiel habe in diesem Jahr 1,6 Millionen Euro in die Aufrüstung der Spezialkräfte bei der Polizei gesteckt. "Wir haben mehr Distanzwaffen, die der Wirkung von Kalaschnikows entsprechen, beschafft und die Schutzausrüstung weiter optimiert. Auch mehr besonders geschützte Fahrzeuge werden gekauft", sagte Lewentz.

Nach den islamistischen Anschlägen von Paris mit zwölf Toten im Januar hätten überall in Deutschland die Spezialkräfte auf mehr Ausrüstung gedrungen. "Ich gehe davon aus, dass alle Bundesländer ihre Schlüsse gezogen haben. Wir werden uns bei der IMK darüber austauschen. Paris kann überall in Europa sein", betonte der Mainzer Minister. Dazu gehöre auch, internationale Übungen der Sicherheitsbehörden gegen Terror zu intensivieren. "Da müssen wir noch mehr machen."

Hannover gibt sich bedeckt

Die bayerische Polizei hat nach Angaben aus dem Münchener Innenministerium nach dem Attentat von Paris eine Arbeitsgruppe eigerichtet, die die Verbesserung von Bewaffnung und Schutzausstattung prüft. Wie auch Rheinland-Pfalz beschloss Bayern zudem, mehr Polizisten einzustellen. Nicht alle Innenministerien informieren über Nachrüstungen. In Hannover etwa hieß es: "Über die Ausstattung der niedersächsischen Spezialeinheiten erteilen wir aus polizeilicher Sicht keine Auskünfte."

Beim Attentat auf das französische Satireblatt "Charlie Hebdo" und dem anschließenden Angriff auf einen jüdischen Supermarkt im Januar hatten die Angreifer mit Kriegswaffen geschossen. Der Kampf gegen den Terrorismus wird Schwerpunkt bei der Innenministerkonferenz von Mittwoch bis Freitag in Mainz.

Quelle: n-tv.de

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