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In der afghanischen Provinz Helmand werden Soldaten geschult, um Minen im Boden aufspüren zu können.
In der afghanischen Provinz Helmand werden Soldaten geschult, um Minen im Boden aufspüren zu können.(Foto: AP)
Montag, 28. August 2017

Mehrere Tote in Afghanistan: Taliban verüben doppelten Bombenanschlag

Der Süden Afghanistans wird durch einen heimtückischen Anschlag erschüttert. Eine Mine fordert erst das Leben mehrerer Soldaten, kurz darauf attackiert ein Selbstmordattentäter den Rest des Militärkonvois.

Bei einem doppelten Bombenanschlag der radikalislamischen Taliban auf einen afghanischen Militärkonvoi sind in Südafghanistan mindestens 13 Menschen getötet worden. 19 weitere seien verletzt worden, darunter auch Zivilisten, sagte ein Sprecher der Provinz.

Am späten Sonntagabend hätten die Taliban im Nawa-Bezirk unter einem Fahrzeug der Armee zuerst eine Mine detoniert. Dann, als andere Fahrzeuge anhielten, um zu helfen, sei ein Selbstmordattentäter mit einem Kleinbus voller Sprengstoff in die Gruppe von Soldaten gefahren.

Es war bereits der zweite, durch Taliban verübte Autobombenanschlag in einer Woche. Nur wenige Tage zuvor hatte ein Attentäter ein mit Sprengstoff beladenes Auto in der Nähe der Polizeizentrale in Laschkar Gah gesprengt und dabei sieben Menschen getötet. Die Taliban kontrollieren mindestens 80 Prozent von Helmand.

Auch den jüngsten Anschlag deklarierten die Taliban für sich. Damit ist es der erste durch sie verübte, größere Anschlag seit der Amtseinführung von Donald Trump. Der US-Präsident hatte erst letzte Woche eine Aufstockung der US-Truppen in Afghanistan angekündigt, um den Sturz der Regierung in Kabul zu verhindern.

Quelle: n-tv.de

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