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Flüchtlinge nach ihrer Ankuft auf Lesbos.
Flüchtlinge nach ihrer Ankuft auf Lesbos.(Foto: dpa)

Flüchtlinge aus Griechenland: Türkei bereitet sich auf Rückkehrer vor

Ab nächster Woche nimmt die Türkei alle Flüchtlinge auf, die illegal nach Griechenland übergesetzt haben. So will es der Pakt mit der EU. Nun gibt es konkrete Pläne, was mit den Menschen geschehen soll. Die meisten müssen wohl zurück bis an die syrische Grenze.

Die Türkei bereitet sich auf die Rückkehr von tausenden Flüchtlingen aus Griechenland ab kommender Woche vor. Wie die Zeitung "Habertürk" meldet, will das türkische Ausländeramt in der Nähe des Küstenortes Dikili an der Ägäis ein Registrierungszentrum für die Rückkehrer einrichten. Dikili liegt gegenüber der griechischen Ägäis-Insel Lesbos, dem Hauptziel vieler Flüchtlinge, die über die Türkei in die EU wollen.

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 Nach der Vereinbarung zwischen der EU und der Türkei von Mitte März soll die Türkei vom 4. April an alle Flüchtlinge zurücknehmen, die seit dem 20. März über ihr Territorium irregulär nach Griechenland gelangt sind. Im Gegenzug will die EU bis zu 72.000 syrische Flüchtlinge aus türkischen Auffanglagern aufnehmen.

Türkische Beamte waren bereits vergangene Woche nach Griechenland gereist, um die Rücknahme der Flüchtlinge vorzubereiten. Die Menschen sollen mit Fährschiffen in die Türkei gebracht werden.

Laut "Habertürk" betonen die türkischen Behörden, dass in Dikili kein neues Flüchtlingslager entstehen soll. In dem Zentrum würden die Menschen lediglich registriert und anschließend auf die 26 bestehenden Lager verteilt, die sich vor allem in der Nähe der syrischen Grenze befinden.

Flüchtlinge können sich Wohnung suchen

Alle Flüchtlinge sollen demnach ein vorübergehendes Bleiberecht in der Türkei erhalten. Menschen, die nicht in ein Flüchtlingslager wollen, können sich eine Wohnung suchen. Der Zeitung zufolge sorgen sich die Bewohner von Dikili, dass sich in der Gegend bald zehntausende Flüchtlinge niederlassen könnten.

Die türkische Nachrichtenagentur Anadolu meldete, seit Abschluss der europäisch-türkischen Vereinbarung wählten wesentlich weniger Flüchtlinge den Weg über die Ägäis nach Griechenland. Am 18. und 19. März, den letzten beiden Tagen vor dem Inkrafttreten der Brüsseler Vereinbarung, seien fast 2000 Flüchtlinge an der türkischen Ägäis-Küste aufgegriffen und an der Reise nach Griechenland gehindert worden. In der Woche vom 20. bis zum 27. März seien es dagegen insgesamt nur 795 Menschen gewesen.

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Quelle: n-tv.de

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