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Kim muss hinnehmen, dass sich auch China gegen sein Land stellt.
Kim muss hinnehmen, dass sich auch China gegen sein Land stellt.(Foto: dpa)

Nordkorea hat das Nachsehen: UN legen scharfe Sanktionen fest

Vor dem Hintergrund des jüngsten nordkoreanischen Atomwaffentests verhängt der UN-Sicherheitsrat neue Sanktionen gegen Pjöngjang. Auf den Resolutionsentwurf hatten sich die USA und China verständigt. Die Strafmaßnahmen richten sich auch gegen nordkoreanische Diplomaten und den Zahlungsverkehr mit dem abgeschotteten Land.

Nordkoreanisches Militär bei einer Übung. Das Land rüstet immer weiter auf.
Nordkoreanisches Militär bei einer Übung. Das Land rüstet immer weiter auf.(Foto: dpa)

Drei Wochen nach dem jüngsten Atomtest Nordkoreas haben die Vereinten Nationen scharfe Sanktionen gegen das kommunistische Regime verhängt. Das Gremium ließ sich dabei aber nicht von den Drohungen Nordkoreas mit einem Atomschlag gegen die USA beeindrucken.

Der UN-Sicherheitsrat beschloss einstimmig, die schon bestehenden Strafmaßnahmen durch Reiseverbote und Kontensperrungen zu verstärken. Zudem richtet sich die Resolution gezielt gegen Diplomaten des Regimes. Außerdem werden mutmaßliche Waffenhändler Pjöngjangs auf eine Schwarze Liste gesetzt.

Das Papier trägt vor allem die amerikanische, aber auch die chinesische Handschrift. Peking gilt als engster Verbündeter Pjöngjangs, ist aber nach dem Atomtest vom 12. Februar etwas von seinem Partner abgerückt.

Nordkorea hatte den USA und Südkorea vorgeworfen, gemeinsame Manöver zu nutzen, um einen Angriff auf den kommunistischen Staat vorzubereiten. Nordkorea hat seinerseits ebenfalls Manöver in einem ungewöhnlich großen Umfang gestartet.

Die USA hatten sich mit China - einer der letzten Verbündeten des isolierten Landes - überraschend auf den Resolutionsentwurf geeinigt.

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Spannungen erhöhte Südkorea umgehend die Alarmbereitschaft seiner Streitkräfte. Das Militär sei "vollständig" auf mögliche Provokationen vorbereitet, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Nordkorea hatte zuletzt mit der Beendigung des seit 60 Jahren bestehenden Waffenstillstands auf der geteilten Halbinsel gedroht. Er hält - abgesehen von Scharmützeln - seit dem Ende des Korea-Krieges im Jahr 1953.

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Quelle: n-tv.de

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