Politik
(Foto: REUTERS)
Freitag, 07. Juli 2017

Provokation parallel zum Gipfel: US-Bomber fliegt über Südchinesisches Meer

Nach dem Zerstörer zu Wasser kommt der Bomber in der Luft: Die USA unterstreichen vor der Südküste Chinas ihren Anspruch, den Luftraum dort nutzen zu dürfen. Währenddessen stehen sich beim G20-Gipfel US-Präsident Trump und Chinas Staatschef Xi gegenüber.

Parallel zum G20-Gipfel hat die US-Luftwaffe einen Übungseinsatz über dem von China als Teil seines Territoriums reklamierten Südchinesischen Meer geflogen. Ein B1-B-Bomber der US-Streitkräfte absolvierte zusammen mit zwei F-15-Kampfflugzeugen der japanischen Luftwaffe vom Stützpunkt auf der Insel Guam einen Rundflug, der streckenweise über das Südchinesische Meer hinweg führte, wie das Kommando der US-Luftwaffe im Pazifikraum mitteilte.

Mit dem Trainingsflug wollten die US-Streitkräfte das Recht auf freie Luftfahrt in dem von China reklamierten Gebiet geltend machen. Die Mission zeige, dass die USA dieses Recht weiterhin überall in Anspruch nehmen würden, "wo dies das Völkerrecht erlaubt", heißt es in der Mitteilung.

US-Präsident Donald Trump und der chinesische Staatschef Xi Jinping nehmen derzeit am Gipfel der führenden Industrie- und Schwellenländer in Hamburg teil. Seit Trumps Amtsantritt im Januar haben die USA auch schon zwei Mal mit der nahen Vorbeifahrt von US-Kriegsschiffen an von China beanspruchten Inseln im Südchinesischen Meer das Recht auf freie Schifffahrt in diesen Gewässern reklamiert.

Die Volksrepublik beansprucht praktisch das gesamte Südchinesische Meer für sich. Um seine Ansprüche zu unterstreichen, hat China dort mehrere künstliche Inseln aufgeschüttet, auf denen Kampfflugzeuge und anderes militärisches Gerät stationiert werden können.

Quelle: n-tv.de

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