Politik

Russland erfüllt START-Abkommen USA hinken hinterher

02.06.2011, 12:56 Uhr

Wenn es um die Erfüllung des START-Abrüstungsvertrages geht, sind die Russen die Musterschüler. Sie haben die vereinbarten Vorgaben erfüllt - sogar vorzeitig. Den USA wird hingegen Nachholbedarf bescheinigt. Sie müssen noch ein Viertel ihrer einsatzbereiten Atomwaffen abschaffen.

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Die Präsidenten Obama und Medwedew bei der Unterzeichnung des neuen START-Vertrages am 8. April 2010. Zehn Monate später trat NEW-START in Kraft. (Foto: picture alliance / dpa)

Russland hat nach US-Regierungsangaben bereits seit Monaten die Bedingungen des neuen START-Abrüstungsvertrags erfüllt. Schon beim Inkrafttreten des Abkommens am 5. Februar 2011 habe Russland die vereinbarten Vorgaben erfüllt, hieß es in einem Bericht des US-Außenministeriums. Die Vereinigten Staaten dagegen verfügten an dem Stichtag über knapp ein Viertel mehr einsatzfähige Atomsprengköpfe und Trägersysteme als Russland.

Washington besaß am 5. Februar 1800 einsatzfähige Atomsprengköpfe, Russland 1537. Bei den Trägersystemen, zu denen Langstreckenraketen, U-Boot-gestützte Raketen und Kampfflugzeuge gehören, waren es auf US-Seite mit etwa 880 Stück gut 350 mehr als auf russischer Seite.

Das START-Abkommen begrenzt die Zahl der einsatzfähigen Atomsprengköpfe von bisher 2200 auf 1550 Stück pro Seite. Zugleich darf jedes Land nur noch über 700 Trägersysteme verfügen. Russland könnte in sein Arsenal theoretisch noch weitere 13 Sprengköpfe und rund 180 Trägersysteme aufnehmen. Die USA dagegen müssen noch weiter abrüsten, um den START-Vertrag zu erfüllen.

Quelle: AFP