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In Kalifornien abgefeuert fällt "Minuteman III" 8000 Kilometer weiter in den Südpazifik. Der einzige Grund dafür ist eine Botschaft.
In Kalifornien abgefeuert fällt "Minuteman III" 8000 Kilometer weiter in den Südpazifik. Der einzige Grund dafür ist eine Botschaft.(Foto: AP)

Signal an Russland und China: USA testen "Minuteman III"

Die USA zeigen mit dem Test einer Interkontinentalrakete, dass sie noch immer über zuverlässige Atomwaffen verfügen. Der Beweis richtet sich vor allem an Moskau, denn das Verhältnis der Amerikaner zu Russland ist so gespannt wie seit 1989 nicht mehr.

Angesichts der Spannungen mit China, Nordkorea und Russland haben die USA erneut eine Interkontinentalrakete getestet. Das Geschoss vom Typ "Minuteman III" wurde in der Nacht zum Freitag vom kalifornischen Luftwaffenstützpunkt Vandenberg abgefeuert. Ziel der Rakete, die keinen Sprengkopf hatte, war das knapp 8000 Kilometer entfernte Kwajalein-Atoll im Südpazifik.

Verteidigungsstaatssekretär Robert Work sagte, mit dem Test solle gezeigt werden, dass die USA nach wie vor über zuverlässige Atomwaffen verfügten. Diese werde man einsetzen, wenn es zur Verteidigung nötig sei.

Das Verhältnis zwischen den USA und Russland ist so gespannt wie seit dem Ende des Kalten Krieges nicht mehr. Hintergrund ist unter anderem der Konflikt um die Ostukraine. Mit China streitet die Regierung in Washington vor allem über das Südchinesische Meer, das die Volksrepublik weitgehend für sich beansprucht. Auch wegen der Atomtests in Nordkorea gibt es die Furcht vor wachsenden Spannungen in der Region.

Die USA hatten erst vor wenigen Tagen eine Interkontinentalrakete getestet. Über das Atomarsenal gibt es schon länger eine Diskussion, weil die Waffen erneuert werden müssen. Nach dem Willen der Regierung sollen in den kommenden zehn Jahren insgesamt 320 Milliarden Dollar in ein Modernisierungsprogramm gesteckt werden.

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Quelle: n-tv.de

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