Politik
Die Kaspersky-Zentrale hat ihren Sitz in Moskau.
Die Kaspersky-Zentrale hat ihren Sitz in Moskau.(Foto: REUTERS)
Mittwoch, 13. September 2017

Russische Firma unter Verdacht: USA verbieten Behörden Kaspersky-Software

Kaspersky ist einer der weltgrößten Anbieter von Sicherheits- und Anti-Viren-Programmen. Doch sollte man russischer Software vollen Zugang zu eigenen PCs gewähren? Die US-Regierung misstraut Kaspersky und verbietet Bundesbehörden die Verwendung.

Die US-Regierung hat Bundesbehörden die Benutzung von Software des russischen Konzerns Kaspersky verboten. Das Heimatschutzministerium erklärte, man sei besorgt über Verbindungen zwischen Firmenvertretern und russischen Geheimdiensten. Es bestehe das Risiko, dass die russische Regierung den Zugang über Kaspersky-Produkte ausnutzen könne, um Informationssysteme der US-Behörden zu kompromittieren, hieß es in einer Mitteilung.

Die Sicherheitssoftware von Kaspersky gewähre einen umfassenden Zugang auf Dateien und Administrationsrechte von Computern, auf denen sie installiert sei, erklärte das Ministerium weiter. Die Behörden hätten 60 Tage Zeit, um Pläne zu entwickeln, wie die Benutzung der Programme gestoppt werden könne, und 90 Tage, um diese umzusetzen. Man habe Kaspersky die Gelegenheit gegeben, zu den Bedenken Stellung zu nehmen.

Kaspersky ist auf Sicherheits- und Anti-Viren-Programme spezialisiert. Die Software wird auch in Deutschland häufig genutzt. Kritiker werfen dem Unternehmen Verbindungen zum Kreml vor. Kaspersky weist das zurück.

Quelle: n-tv.de

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