Politik
Mittwoch, 15. April 2009

"Neues blaues Wunder" erleben: Unbekannte Gruppe bekennt sich

Der Brandanschlag auf Bundeswehr-Fahrzeuge in Dresden hat laut einem Bekennerschreiben einen politischen Hintergrund. Die bislang unbekannte "Initiative für ein neues blaues Wunder" bekannte sich zu dem Anschlag und begründete ihn nach einem Bericht des MDR-"Sachsenspiegel" unter anderem mit den Worten "Wenn ihr nicht abrüstet, tun wir es!".

Oberstaatsanwalt Jürgen Schär bestätigte die Existenz des Briefes. Beim Landeskriminalamt (LKA) Sachsen hieß es, eine inhaltliche Wertung könne frühestens am Donnerstag vorgelegt werden. Ob der Anschlag einen linksextremistischen Hintergrund habe, "können wir überhaupt noch nicht sagen", sagte eine Sprecherin auf Anfrage.

Allgemein gegen die Bundeswehr

Die Redaktion der MDR-Fernsehsendung hatte das Schreiben per Post erhalten. Laut LKA wurde auch ein Exemplar an die Redaktion der "Frankfurter Rundschau" geschickt. Der MDR übergab das Schriftstück dem LKA. Dort soll es kriminaltechnisch untersucht werden. Auch die Authentizität des Schreibens werde durch die nach dem Anschlag eingesetzte Ermittlungsgruppe "Albertstadt" geprüft, teilten das LKA und die Staatsanwaltschaft Dresden gemeinsam mit. Über die Initiative, die sich allgemein gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr und für Abrüstung aussprach, liegen den Angaben zufolge bislang keine Erkenntnisse vor.

Bei dem Brandanschlag in der Nacht zu Ostermontag waren 42 Busse, Laster und Autos zerstört oder beschädigt worden. An mindestens drei Stellen hatten die Täter Brandsätze gelegt. Verletzt wurde niemand. Nach Angaben der Bundeswehr beläuft sich der Schaden auf mindestens zwei Millionen Euro. Endgültige Zahlen würden erst bekannt, nachdem das LKA die in Mitleidenschaft gezogenen Fahrzeuge freigegeben habe und eine Begutachtung durch Versicherungsexperten erfolgt sei, sagte Bundeswehr-Sprecher Klaus Geier.

Quelle: n-tv.de

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