Politik
In die Schaufensterscheibe des AfD-Büros schlugen zwei Projektile ein.
In die Schaufensterscheibe des AfD-Büros schlugen zwei Projektile ein.(Foto: dpa)

Eskalation im Sauerland: Unbekannte schießen auf AfD-Parteibüro

Als die Schüsse auf das AfD-Lokalbüro in Arnsberg fallen, ist keiner da - dennoch sind sich Vertreter der Partei sicher: Die Täter wollten gezielt AfDler attackieren, vielleicht auch verletzen. Nur durch Glück sei nichts Schlimmeres passiert.

Im sauerländischen Arnsberg haben Unbekannte auf ein Büro der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) geschossen. Unklar ist bisher, ob mit einer Schusswaffe oder einer Zwille auf das Gebäude gefeuert wurde. In der Schaufensterscheibe des Büros, das von Lokalpolitikerin der Partei für Versammlungen genutzt wird, waren Einschläge von drei Projektilen entdeckt worden. Verletzt wurde niemand.

Der Staatsschutz Dortmund hat Ermittlungen in dem Fall aufgenommen. Ein Sprecher sagte der "WAZ", es könne sich "tatsächlich um Schüsse" gehandelt haben. Zunächst sei nicht ausgeschlossen worden, dass die Täter auch mit Steinen geworfen haben könnte. Es war wohl nicht das erste Mal, dass das Büro Ziel von Angriffen wurde.

Wie der AfD-Vetreter Jürgen Antoni der Zeitung sagte, hatten Unbekannte in der Vergangenheit bereits Farbschmierereien an dem Gebäude hinterlassen. Die neuerliche Attacke sei "der negative Höhepunkt der Eskalation", so Antoni. Es sei Glück gewesen, dass sich zum Tatzeitpunkt niemand in dem Büro aufgehalten habe.

Bereits im Oktober des vergangenen Jahres hatten Unbekannte in Berlin einen Brandanschlag auf das Auto der stellvertretenden AfD-Bundesvorsitzenden Beatrix von Storch verübt. Keine zwei Tage zuvor waren in Sachsen-Anhalt die Geschäftsräume des AfD-Landesvorsitzenden André Poggenburg verwüstet worden.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen