Politik
Am Montag erhielt Merkel auf dem Sommerempfang der IHK Rostock einen Blumenstrauß zu ihrem 63. Geburtstag.
Am Montag erhielt Merkel auf dem Sommerempfang der IHK Rostock einen Blumenstrauß zu ihrem 63. Geburtstag.(Foto: dpa)
Mittwoch, 19. Juli 2017

Stern-RTL-Wahltrend: Union auf dem Niveau vom September 2015

In der wöchentlichen Sonntagsfrage von Forsa sind CDU und CSU wieder dort, wo sie standen, als der Streit um die Flüchtlingspolitik sie entzweite. Bei der Frage nach der Kanzlerpräferenz baut Angela Merkel ihren Vorsprung auf Martin Schulz aus.

Die Union hat im wöchentlichen Stern-RTL-Wahltrend einen Punkt zugelegt und kommt jetzt auf 40 Prozent. Es ist erst das dritte Mal seit Ende September 2015, dass die Union in der Forsa-Umfrage diesen Wert erreicht – die anderen beiden Mal waren vor drei und vier Wochen.

Im September 2015 begann mit der Grenzöffnung für Flüchtlinge, die in Ungarn festsaßen, der Streit zwischen CDU und CSU. Ein Jahr später, im September 2016, notierte Forsa die Union bei 32 Prozent. Danach ging es für sie – mit einer Delle im Februar und März dieses Jahres – langsam, aber sicher bergauf.

Für alle anderen Parteien mit Ausnahme der AfD bleiben die Werte im Vergleich zur Vorwoche unverändert: Die SPD erreicht 22 Prozent, die Linke neun Prozent, FDP und Grüne kommen auf acht Prozent. Die AfD verliert einen Punkt und landet bei sieben Prozent. Auf sonstige Parteien entfallen zusammen sechs Prozent. Den Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen gibt Forsa mit 23 Prozent an.

Eine Koalition von Union und FDP hätte damit eine klare Mehrheit im Bundestag. Rechnerisch denkbar, politisch aber unwahrscheinlich, sind mit diesen Zahlen auch Bündnisse von Union und Grünen sowie von Union und SPD. Eine Ampelkoalition aus SPD, FDP und Grünen hätte weniger Sitze als die Union allein. Gleiches gilt für Rot-Rot-Grün.

Bei der Kanzlerpräferenz legt die CDU-Vorsitzende und Amtsinhaberin ebenfalls um einen Punkt zu: Für Angela Merkel würden sich bei einer Direktwahl der Bundeskanzlerin 52 Prozent der Wähler entscheiden. Auch 25 Prozent der SPD-Anhänger würden sie wählen. Den SPD-Vorsitzenden und -Kanzlerkandidaten Martin Schulz würden wie in der Vorwoche 22 Prozent wählen. Unter den Anhängern von CDU und CSU kommt Schulz auf drei Prozent. Für "keinen von beiden" würden sich 26 Prozent der Befragten entscheiden.

Forsa befragte 2502 Wähler vom 10. bis zum 14. Juli. Die Fehlertoleranz liegt bei 2,5 Punkten.

Quelle: n-tv.de

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