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Für ihre Auslandseinsätze braucht die Bundeswehr neue Ausrüstung - hier im Bild ein Schützenpanzer des Typs "Marder".
Für ihre Auslandseinsätze braucht die Bundeswehr neue Ausrüstung - hier im Bild ein Schützenpanzer des Typs "Marder".(Foto: dpa)

Aufrüstung bei der Bundeswehr: Von der Leyen will 140 neue Panzer

In regelmäßigen Abständen beklagen Soldaten schwere Ausrüstungsmängel bei der Bundeswehr. Verteidigungsministerin von der Leyen will mit einem Milliardenprogramm gegensteuern - im Bundestag stellt sie ihre Pläne vor.

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat dem Verteidigungsausschuss des Bundestags ihre Pläne zur Aufrüstung der Bundeswehr vorgelegt. Aus dem Dokument geht hervor, dass die Truppe bis 2030 zusätzliche Spähpanzer, Panzerhaubitzen und Marine-Hubschrauber sowie knapp 60 schwere Transport-Hubschrauber erhalten soll. Von der Leyen geht damit über die bisher bekannte Aufstockung von Kampf- und Radpanzern hinaus.

Konkret soll die Zahl der Fennek-Spähpanzer von 217 auf 248 und die der Panzerhaubitzen von 89 auf 101 erhöht werden. Der Fennek wird von Krauss-Maffei Wegmann (KMW) hergestellt, an der Produktion der Panzerhaubitze ist daneben Rheinmetall beteiligt. Der Fennek war in Afghanistan im Einsatz und wird demnächst auch in Mali benötigt.

Neue Hubschrauber, aber keine Schiffe

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Die Sollstärke für den neuen Marine-Hubschrauber Sea Lion von Airbus wird zusätzlich von 30 auf 36 heraufgesetzt. In dem Dokument werden erstmals auch geplante Stückzahlen für eines schweren Transporthubschraubers genannt: 59 dieser Helikopter will das Verteidigungsministerium kaufen. Die Pläne für zwei eigene Joint Support Ships werden dagegen aufgegeben. Mit diesen großen Schiffen hätten Truppen und Material in gefährliche Regionen verlegt werden können. In diesem Punkt strebt Deutschland inzwischen eine Partnerschaft mit der niederländischen Marine an.

Weitere Pläne hatte von der Leyen bereits in der Vergangenheit bekanntgegeben: Unter anderem soll die Zahl der Kampfpanzer des Typs Leopard 2 von bisher 225 auf 320 erhöht, die Zahl des Schützenpanzers Puma dagegen von 350 auf 342 reduziert werden. Möglicherweise behält die Truppe dafür aber zusätzlich 196 alte Schützenpanzer des Typs Marder. Dies wird laut dem Papier derzeit noch geprüft. Sowohl der Leopard 2 als auch der Puma werden von KMW und Rheinmetall gebaut.

Steigerung der Ausgaben um 50 Milliarden Euro

Bei den schweren Radpanzern vom Typ Boxer (KMW und Rheinmetall) und Fuchs (Rheinmetall) plant das Ministerium mit einer Gesamtzahl von voraussichtlich 1300, die sich laut dem Dokument aber noch erhöhen könnte. Darin enthalten sind knapp 900 der älteren Fuchs-Transportpanzer sowie etwa 400 neuere Boxer-Radpanzer.

Das Verteidigungsministerium hatte am Dienstag verkündet, dass in den kommenden 15 Jahren 130 Milliarden investiert werden sollen, um die Ausrüstungsmängel bei der Truppe zu beseitigen. Dazu zählt auch, dass die 2011 gesetzten Obergrenzen für die Hauptwaffensysteme wegfallen sollen. Stattdessen ist geplant, die Sollstärke wieder am tatsächlichen Bedarf für Auslandseinsätze und Landesverteidigung zu bemessen. Die neuen Zahlen sind daher nicht fix, sondern sollen je nach Entwicklung angepasst werden.

Eine Investition von 130 Milliarden Euro würde nach Aussage von Haushaltsexperten eine Steigerung der Rüstungsausgaben bis 2030 um 50 Milliarden Euro bedeuten. Im Haushalt für 2016 sind gut 34 Milliarden Euro für das Verteidigungsministerium eingeplant.

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Quelle: n-tv.de

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