Arbeitsmarkt noch nicht über den BergWeise bremst die Euphorie
Die Wirtschaftskrise ist schon fast überwunden, aber eben nur fast. Die Bundesagentur für Arbeit erwartet zwar weiter eine positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, Jubel sei aber nicht angebracht. Noch immer gebe es Branchen und Regionen, die die Krise nicht verdaut hätten.
Der Chef der Bundesagentur
für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, sieht trotz der wirtschaftlichen Erholung keinen
Grund für Entwarnung auf dem . Er beobachte mit einer gewissen Sorge,
dass die Wirtschaftskrise für beendet erklärt werde, sagte Weise der "Rheinpfalz
am Sonntag". Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt sei zwar
besser als erwartet. "Aber es gibt noch erhebliche Unsicherheiten", sagte
der BA-Chef. Bestimmte Branchen und Regionen würden noch lange brauchen, um sich
von dem Rückschlag zu erholen.
Insgesamt werde die Struktur am Arbeitsmarkt schlechter, erläuterte Weise. "Es
gibt mehr Zeitarbeit und mehr befristete Beschäftigung." Auch würden immer
mehr Vollzeit- in Teilzeitstellen umgewandelt. Außerdem seien noch mehr als 600.000
Menschen inr. Alles in allem gebe es "keinen Grund zur Entwarnung".
Immer weniger Jobverluste
Gesamtmetall-Chef Martin Kannegiesser rechnet damit, dass in seiner Branche bis
Jahresende das derzeitige Beschäftigungsniveau gehalten wird. "Wir verlieren
in diesem Jahr vielleicht 10.000 oder 20.000 Arbeitsplätze - und nicht 50.000, wie
Anfang des Jahres befürchtet", sagte Kannegiesser der "Frankfurter Rundschau".
Im kommenden Jahr dürfte die Zahl der Beschäftigten dann wieder steigen. Dabei seien Zeitarbeitnehmer nicht mitgezählt.