Politik

Arbeitsmarkt noch nicht über den BergWeise bremst die Euphorie

10.07.2010, 12:11 Uhr

Die Wirtschaftskrise ist schon fast überwunden, aber eben nur fast. Die Bundesagentur für Arbeit erwartet zwar weiter eine positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, Jubel sei aber nicht angebracht. Noch immer gebe es Branchen und Regionen, die die Krise nicht verdaut hätten.

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Wir sollten den Jubel noch ein wenig zurückhalten, meint BA-Chef Weise. (Foto: picture alliance / dpa)

Der Chef der Bundesagentur

für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, sieht trotz der wirtschaftlichen Erholung keinen

Grund für Entwarnung auf dem . Er beobachte mit einer gewissen Sorge,

dass die Wirtschaftskrise für beendet erklärt werde, sagte Weise der "Rheinpfalz

am Sonntag". Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt sei zwar

besser als erwartet. "Aber es gibt noch erhebliche Unsicherheiten", sagte

der BA-Chef. Bestimmte Branchen und Regionen würden noch lange brauchen, um sich

von dem Rückschlag zu erholen.

Insgesamt werde die Struktur am Arbeitsmarkt schlechter, erläuterte Weise. "Es

gibt mehr Zeitarbeit und mehr befristete Beschäftigung." Auch würden immer

mehr Vollzeit- in Teilzeitstellen umgewandelt. Außerdem seien noch mehr als 600.000

Menschen inr. Alles in allem gebe es "keinen Grund zur Entwarnung".

Immer weniger Jobverluste

Gesamtmetall-Chef Martin Kannegiesser rechnet damit, dass in seiner Branche bis

Jahresende das derzeitige Beschäftigungsniveau gehalten wird. "Wir verlieren

in diesem Jahr vielleicht 10.000 oder 20.000 Arbeitsplätze - und nicht 50.000, wie

Anfang des Jahres befürchtet", sagte Kannegiesser der "Frankfurter Rundschau".

Im kommenden Jahr dürfte die Zahl der Beschäftigten dann wieder steigen. Dabei seien Zeitarbeitnehmer nicht mitgezählt.

Quelle: rts