Samstag, 14. Mai 2011
BA-Chef will zwei Millionen Fachkräfte: Weise fordert mehr Zuwanderung
Der Arbeitsmarkt entspannt sich, doch die Probleme werden nicht weniger. Bis 2025, schätzt der Chef der Bundesagentur für Arbeit, drohen bis zu sieben Millionen Stellen für Facharbeiter unbesetzt zu bleiben. Das, so Weise, könne nur durch gezielte Zuwanderung behoben werden.
(Foto: picture alliance / dpa)
Deutschland benötigt zum Ausgleich des Fachkräftemangels nach Ansicht des Chefs der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, in den kommenden Jahren zwei Millionen qualifizierte Zuwanderer. "Ohne gezielte Zuwanderung wird es nicht gehen", konstatierte Weise in der Tageszeitung "Die Welt".
Bis 2025 werde eine Lücke von sechs bis sieben Millionen Fachkräften entstanden sein, die sich durch einheimische Arbeitskräfte "vielleicht zur Hälfte füllen" lasse. Zudem würden die Firmen "im schlimmsten Fall verlagern, also dahin gehen, wo Fachkräfte sind, und sie werden rationalisieren, um auf weniger Fachkräfte angewiesen zu sein". Doch auch dann würden der Wirtschaft "immer noch mehr als zwei Millionen qualifizierte Arbeitskräfte fehlen", schätzte der BA-Chef. "Die müssen im Ausland gewonnen und hierzulande integriert werden, damit unsere Wirtschaft weiter gut wachsen kann."
Die Arbeitslosenzahl dürfte Weise zufolge im Mai auf knapp 2,9 Millionen sinken. Im Sommer würden die Zahlen noch einmal steigen - wegen der Ferien und der Schulabgänger, die sich dann arbeitslos meldeten. "Aber ab September rechnen wir wieder mit Zahlen unter der Drei-Millionen-Marke, bevor es im Winter saisonbedingt nach oben geht", meinte Weise. "Soweit es heute absehbar ist, wird es auch 2012 eine gute Entwicklung am Arbeitsmarkt geben."
rts
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