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Wie Trump auf die Vorwürfe gegen den Ehemann seiner Tochter Ivanka reagiert, dürfte spannend werden.
Wie Trump auf die Vorwürfe gegen den Ehemann seiner Tochter Ivanka reagiert, dürfte spannend werden.(Foto: AP)
Freitag, 29. September 2017

Interne Prüfung begonnen: Weißes Haus durchsucht Kushner-Mails

US-Präsident Trump vertritt in Sachen privater E-Mails eine klare Meinung - zumindest war das im Wahlkampf so. Wiederholt forderte er dazu auf, seine Rivalin Hillary Clinton deswegen einzusperren. Doch nun geht es seinem eigenen Schwiegersohn an den Kragen.

In der Affäre um die Nutzung privater E-Mail-Konten durch mehrere enge Berater von US-Präsident Donald Trump hat das Weiße Haus laut Medienberichten eine interne Untersuchung begonnen. Der Server des Weißen Hauses werde auf E-Mails von und zu privaten Accounts dieser Berater durchkämmt, berichtete das Insidermagazin "Politico". Demnach sind mindestens fünf Trump-Berater betroffen. Die Untersuchung könne Wochen oder sogar Monate dauern.

Das Weiße Haus prüft dem Bericht zufolge auch, ob unter den privaten E-Mails womöglich Nachrichten sind, die mit der Russland-Affäre zusammenhängen. In der Affäre geht es um mögliche Absprachen zwischen dem Trump-Team und russischen Regierungsvertretern im Wahlkampf, um einen Wahlsieg von Trump zu unterstützen.

Ein privates E-Mail-Konto hatte unter anderen der Schwiegersohn von Trump, Jared Kushner, genutzt. Sein Anwalt versicherte aber, der Inhalt der E-Mails sei belanglos gewesen. Auch Trumps Tochter Ivanka, die mit Kushner verheiratet und ebenfalls Beraterin im Weißen Haus ist, soll laut "Politico" einen privaten E-Mail-Account für Regierungsmails genutzt haben. Das Magazin nannte zudem Trumps früheren Chefstrategen Stephen Bannon sowie seinen ehemaligen Stabschef Reince Priebus und Wirtschaftsberater Gary Cohn.

Die Enthüllungen zu den privaten E-Mail-Konten sind insofern pikant, als Trump im Wahlkampf seine Rivalin Hillary Clinton hart wegen der Nutzung privater E-Mail-Server während ihrer Zeit als Außenministerin attackiert hatte. Clinton hatte als Außenministerin ihren Privataccount allerdings für ihren gesamten dienstlichen Mailverkehr genutzt, also auch eine Vielzahl vertraulicher Informationen auf privaten Servern gespeichert. Dies stellte einen Verstoß gegen die Sicherheitsvorschriften dar.

Quelle: n-tv.de

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