Sonntag, 07. März 2010
Chávez spielt den Jobvermittler: Zelaya macht jetzt in Öl
Politische Freunde: Zelaya (l) und Chávez.
(Foto: REUTERS)
Der gestürzte honduranische Präsident Manuel Zelaya, der seit Ende Januar in der Dominikanischen Republik im Exil lebt, hat unter maßgeblicher Förderung des venezolanischen Präsident Hugo Chávez ein neues politisches Amt erhalten. Zelaya werde künftig der politische Chef-Koordinator des Erdölbündnisses Petrocaribe sein, dessen Mitglieder Öl aus Venezuela zu Vorzugspreisen erhalten, teilte der venezolanische Außenminister Nicolás Maduro in Caracas mit. Zelaya nahm dort am Kongress der regierenden Vereinigten Sozialistischen Partei (PSUV) teil, auf dem er auch von Chávez empfangen wurde.
Petrocaribe soll künftig einen "politischen Rat für die Verteidigung der Unabhängigkeit und der Demokratie" des Kontinents erhalten, an dessen Spitze Zelaya steht. Petrocaribe wurde 2005 gegründet, im Dezember 2007 trat Honduras während der Amtszeit Zelayas dem Bündnis bei. Am 28. Juni 2009 wurde Zelaya vom Militär in einer Nacht- und Nebelaktion ins Nachbarland Costa Rica gebracht.
Seine Gegner warfen ihm vor, sich per Verfassungsänderung eine weitere Amtszeit verschaffen zu wollen. Im September kehrte Zelaya heimlich nach Tegucigalpa zurück und fand Zuflucht in der diplomatischen Vertretung Brasiliens. Von dort aus betrieb er vergeblich seine Wiedereinsetzung in das Präsidentenamt. Zelaya kehrte nach dem PSUV-Kongress in die Dominikanische Republik zurück.
AFP
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