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De Maizière, Krieg, Ruhm und Ehre: Deutschland braucht keinen "Veteranentag"

(Foto: picture alliance / dpa)

Donnerstag, 16. Februar 20122012-02-16 15:03:03

De Maizière, Krieg, Ruhm und Ehre: Deutschland braucht keinen "Veteranentag"

ein Kommentar von Roland Peters

Öffentliches Gedenken für deutsche Soldaten, Verleihung von Orden für den Einsatz des Lebens im Ausland? Verteidigungsminister de Maizière will einen "Veteranentag" einrichten. Der Vorstoß wirft die Frage nach unserer gesellschaftlichen Ausrichtung auf. Die Antwort darauf sollte klar sein.

Verteidigungsminister de Maizière im Gespräch mit Bundeswehrsoldaten in den USA.

Verteidigungsminister de Maizière im Gespräch mit Bundeswehrsoldaten in den USA. (Foto: picture alliance / dpa)

Verteidigungsminister Thomas de Maizière ist in den USA, er trifft sein Pendant in Washington, Leon Panetta. Ex-Soldaten haben in der dortigen Gesellschaft eine gewichtige Stimme – schon wegen ihrer Zahl. Allein 2,3 Millionen US-Veteranen kehrten von 2001 bis Anfang 2011 aus den Konflikten im Irak und Afghanistan in die Heimat zurück. De Maizière regt nun an: auch Deutschland solle einen Gedenktag für Soldaten mit Kampfeinsätzen bekommen. Welche Funktion dies bekommen kann, welche Veränderung auslösen kann in einer Gesellschaft - darüber muss sich der Minister im Klaren sein.

Die Bundeswehr vollzieht derzeit den größten Umbau ihrer Geschichte. Sie wird zur Berufsarmee, sie wird herausgelöst aus der "Mitte der Gesellschaft", zuvor erzwungen durch die allgemeine Wehrpflicht. Zu Recht ziehen nur Menschen in Kriege wie in Afghanistan, die dies auch wollen. Nun ist die Bundeswehr angewiesen auf Bewerber, sie kann sich nicht mehr auf eine "Reserve" von Millionen potenziellen Wehrpflichtigen stützen. Sie braucht frisches Blut, im wahrsten Sinne des Wortes. Denn eben solches wird in Konflikten mit Waffengewalt vergossen.

Plumpe Werbung

Er wolle "Tradition stiften", sagt de Maizière - doch wie soll das funktionieren? Die deutsche Geschichte mahnt. Vor moralischer Überhöhung von Menschen, die für politische Ziele andere Menschen töten, ihr Leben lassen, manchmal psychisch, manchmal physisch. Eine Zurschaustellung von Militarisierung der Gesellschaft wäre nicht zeitgemäß. Sie gehört nicht in ein Land, das sich bei Kriegseinsätzen zurückhält, das mit geistesgeschichtlicher Basis auf Dialog setzt. Deutschland rühmt sich dieses Anspruches; in Europa, in der Welt.

Ein Gedenktag für Veteranen wäre eine (An-)Werbeveranstaltung für neue Rekruten. Und plump dazu. In den USA kann der deutsche Verteidigungsminister sich anschauen, wie eine Berufsarmee, die ständig in Kriege verwickelt ist, mit Nachwuchs gefüttert wird. Mit Versprechen von "Ruhm und Ehre", etwa an Schüler, die mit einer Unterschrift ihr Leben riskieren. Die mit Computerspielen wie "America's Army" schon früh auf Feindbilder geeicht werden. Für die Filme in Hollywood finanziert werden. Zu tief sitzt bei den Konservativen der Stachel des PR-Desasters im Vietnamkrieg, und der darauf folgenden kultur- und sozialpolitischen Eruptionen.

Vorbild oder Umkehr

Die Fragen für Deutschland lauten: Wollen wir ein Vorbild sein in der Welt für eine Zivilgesellschaft, die nur im Notfall auf körperliche Gewalt zurückgreift – wie wir es seit Ende des Zweiten Weltkrieges waren? Oder wollen wir eine Rückkehr zu falschem Pathos, zu Menschen, die ein idealisiertes Bild von dem "Dienst an der Waffe" haben?

Ein Tag für Veteranen sei "überfällig" sagt de Maizière. Das ist falsch. Überfällig ist nur die öffentliche Diskussion über Sinn und Unsinn einer solchen Form des Gedenkens - weil die Selbstverständlichkeit der Antwort auf diese Frage offenbar abhanden gekommen ist.

Quelle: n-tv.de

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Kommentare
sdf schreibt:
16.02.2012 15:10

was ist das für ein linkes land.

Kommentarleser schreibt:
16.02.2012 15:18

Also das einzige was mir einfällt nach dem Lesen dieses Kommentares ist das es überfällig ist, diesen eben genannten Kommentar zu streichen. Offensichtlich von einem ewig gestrigen geschrieben, der zwischen Vietnam, Hollywood, dem PC Spiel Americas Army und dem vor 60 Jahre endenden Nazi Deutschland schwankt. Ein Veteranentag sollte etwas mit dem Gedenken an Menschen zu tun haben, die für Deutschland ihr Leben gegeben haben, nicht mit dem Gedenken an Blut und Pathos. Man erkennt sehr schön wie der Kommentator zu diesen Dingen steht, für mich daher ungeeignet, um in einem Nachrichtenportal Stimmung zu machen ! Nein Danke, der Kommentar kann ersatzlos gestrichen werden !

Federkiel schreibt:
16.02.2012 15:29

Wenn dieser Minister glaubt, etwa für die Soldaten tun zu sollen, dann sorge er dafür, dass die Betreuung der traumatisierten Kriegsheimkehrer finanziell und personell gesichert wird, dass Schäden, soweit überhaupt in Geld aufzuwiegen, denn auch aufgewogen werden. Blechmedaillen, bigottes Gerede, Pomp and Circumstances hat in Deutschland keinen Platz mehr, darf ihn auch nie wieder bekommen.

Sebastian Pitschner-Finn schreibt:
16.02.2012 15:33

Das Hauptargument des Kommentars ist durchaus überzeugend. Die in unserer Gesellschaft gültigen Normen, die durch die Geschichte Deutschlands eine besondere Bedeutung erhalten haben widersprechen der Einführung eines Tages zum Gedenken an diejenigen Soldaten, die für politische Ziele andere Menschen töten. Was aber ist mit den immer wieder auftretenden Konflikten, die etwa durch Machtgier eines Diktators entstehen und in denen hunderte, oft sogar tausende unschuldige Menschen sterben? Gebieten unsere gesellschaftliche Normen nicht auch den Schutz des Lebens, insbesondere den Schutz des Schwächeren, der unschuldig in eine Notlage geraten ist? Angesprochen ist damit die schon lange diskutierte ethische Frage, ob sich Deutschland, dem es trotz aller Krisen relativ gut geht, jedem militärischen Koflikt entziehen und nur die humanitiere Heilung der Wunden unterstützen kann. Womöglich töten nicht alle Sodaten für politische Ziele Anderer und vor allem ist das Töten in der Regel sicher nicht unbedingt die erste Option. Wie gehen wir dann mit Menschen um, die das Leben achten und das Töten um jeden Preis vermeiden, aber doch nicht ausschließen wollen, wenn sonst tausende andere Unschuldige getötet werden? Diese Menschen riskieren ihr eigenes Leben, um das Leben vieler Anderer zu schützen. Die Rechtfertigung des Tötens, um den Tot eines anderen zu verhindern kann in naher Zukunft nicht endgültig geklärt werden. Somit wäre es vielleicht die richtige Entscheidung, über einen Veteranentag nachzudenken, aber gleichzeitig auch mit äußerstem Bedacht zu prüfen, wie dieser Tag beschrieben wird, was er kommunizieren soll. Der falsche Weg wäre es sicht, damit stimme ich dem Kommentar zu, einen Tag zum Gedenken an das Töten anderer für allgemeine politische Ziele einzuführen.

Hans-Theo Maljers schreibt:
16.02.2012 15:35

Diesem Kommentar ist nichs hinzuzufügen. Er ist absolut richtig. Wie sind eine Zivilgesellschaft und darüber hinaus ein Volk mit geisesgeschichtlicher Basis. So soll es bleiben; und wenn es auch keiner mehr hören wlll: Es ist auch die moralische Verpflichtung des Deutschen Volkes.

Reiner schreibt:
16.02.2012 15:36

Mir erscheint der Artikel etwas zu kurz gesprungen. Erstens fehlt der Hinweis auf das bereits vorgeschlagene Datum: Volkstrauertag. Und zweitens kann ein Land, das sich so wichtige Tage wie den Tag des Kusses06.07., den Welt-Schildkrötentag 23.05, den Tag der Pressefreiheit 03.05, den Inernationalen Tag der Kriegsdienstverweigerer 15.05. oder den Tag der Virtuellen Liebe 24.07. in den Kalender schreibt es durchaus vertragen den Soldaten, die sicher nicht aus Mordlust in die Welt ziehen, einen Gedenktag zu widmen.

G.Pilz schreibt:
16.02.2012 15:38

Sehr geehrter Herr Peters, sie haben Recht, einen Veteranentag benötigen wir tatsächlich nicht! Geht es im hier zittierten amerikanischen Vorbild doch sehr um die Zurschaustellung von Heldenepen, Waffenschau und Verherrlichung eines Umstandes den man insgesamt nur als bedauerlich bezeichnen kann; der Teilnahme an Kriegen und Kampfeinsätzen. Aber im Kern der Sache hat Herr de Maizière nicht unrecht. Wir sind ein Land das an Kriegs- und Kampfeinsätzen teilnimmt, und die Soldaten erbringen, demokratisch legitimiert, eine Leistung der es durchaus resepekt zu zollen gilt. Meiner Meinung nach ist es durchaus angebracht hier endlich auch das Tuch des schweigens zu lüften, und zu eben diesen Kampf- und Kriegseinsätzen zu stehen! All dies nur auf stumpfe Rekrutenwerbung zu reduzieren ist doch reichlich kurz gedacht, und so zu tun als wären wir ein leuchtendes Vorbild weil wir uns in Kriesenfällen eben anders verhalten als andere Staaten ist mehr als heuchlerisch; insbesondere gegenüber denjenigen die den Preis für diese Heuchelei zahlen sollen! Nein, es ist endlich Zeit für einen gesellschaftlichen Diskurs über die Erfahrungen und Lehren aus zwei Weltkriegen, und wie diese auf unser heutiges Verhalten als Staat zu übertragen wären. In diesem Sinne spricht nichts gegen einen Gedenk- oder Anerkennungstag für diejenigen die wir ALLE in solche Kampfeinsätze schicken! Denn bei aller Erfahrung aus den beiden Weltkriegen kann man eines mit Sicherheit sagen: das Tuch des schweigens, hat noch nie jemanden vorwärtsgebracht!

bruno schreibt:
16.02.2012 15:39

Der Verfasser sollte sich mal Gedanken darüber machen, dass sich Soldaten dafür einsetzen, dass er seine Freiheit genießen und seine Meinung frei äußern kann. In Deutschland habe sie dennoch einen sehr schlechten Ruf und keine Rückendeckung des Volks, welches sich nicht darum kümmert, was in der Welt geschieht. Ob man nun einen offiziellen Gedenktag braucht oder nicht sei dahingestellt, aber etwas mehr Ansehen und Respekt gegeüber Menschen, die ihr Leben riskieren wäre angebracht. Und das hat nix mit den Schrecken des 2. Weltkrieges zu tun und eine Armee wird nicht verfassungsfeindlich, nur weil man ihr etwas Respekt zollt und eingesteht, dass es das Paradies auf Erden nicht gibt und es leider gänzlich ohne Gewalt nicht funktioniert.

G.Pilz schreibt:
16.02.2012 15:40

Sehr geehrter Herr Peters, sie haben Recht, einen Veteranentag benötigen wir tatsächlich nicht! Geht es im hier zittierten amerikanischen Vorbild doch sehr um die Zurschaustellung von Heldenepen, Waffenschau und Verherrlichung eines Umstandes den man insgesamt nur als bedauerlich bezeichnen kann; der Teilnahme an Kriegen und Kampfeinsätzen. Aber im Kern der Sache hat Herr de Maizière nicht unrecht. Wir sind ein Land das an Kriegs- und Kampfeinsätzen teilnimmt, und die Soldaten erbringen, demokratisch legitimiert, eine Leistung der es durchaus resepekt zu zollen gilt. Meiner Meinung nach ist es durchaus angebracht hier endlich auch das Tuch des schweigens zu lüften, und zu eben diesen Kampf- und Kriegseinsätzen zu stehen! All dies nur auf stumpfe Rekrutenwerbung zu reduzieren ist doch reichlich kurz gedacht, und so zu tun als wären wir ein leuchtendes Vorbild weil wir uns in Kriesenfällen eben anders verhalten als andere Staaten ist mehr als heuchlerisch; insbesondere gegenüber denjenigen die den Preis für diese Heuchelei zahlen sollen! Nein, es ist endlich Zeit für einen gesellschaftlichen Diskurs über die Erfahrungen und Lehren aus zwei Weltkriegen, und wie diese auf unser heutiges Verhalten als Staat zu übertragen wären. In diesem Sinne spricht nichts gegen einen Gedenk- oder Anerkennungstag für diejenigen die wir ALLE in solche Kampfeinsätze schicken! Denn bei aller Erfahrung aus den beiden Weltkriegen kann man eines mit Sicherheit sagen: das Tuch des schweigens, hat noch nie jemanden vorwärtsgebracht!

Ernst schreibt:
16.02.2012 15:42

Mit der Meinung des Artikelverfassers bin ich in keiner Weise einverstanden!

Samis schreibt:
16.02.2012 15:43

Ich kann Kommentarleser nur beipflichten und seinen letzten Satz nur unterstreichen. Bei uns wird immer ganz laut aufgeschrien wenn ein Bundeswehrsoldat sein Leben im Einsatz verliert, aber nach gefühlten 5 Minuten wollen wir dann nicht mehr an sie denken. Das ist unbequem. Und überhaupt, aufgeschrien haben wir ja schon. Ein Gedenktag wäre zumindest für die Hinterbliebenen, wenn auch keine tatsächliche Hilfe, so doch eine psychische Form der Anteilnahme und Unterstützung. Das sind wir denen die gefallen sind schuldig.

schneewitchen schreibt:
16.02.2012 15:44

Der Kommentar findet meine Unterstützung, wir brauchen KEINEN Veteranentag. No more WAR!!! Peace & Shit for everyone!!! Es lebe die nternationale.

Marcus Klee schreibt:
16.02.2012 15:45

Mag sein, daß einige Herren und hier zähle ich den Autor des Artikels dazu, sehr tiefgründig in den Vorschlag des Verteidigungsministers eindringen und soviel Weitblick ist ja in unserer Republik scheinbar auch sehr gefragt. Allerdings könnte man den Vorschlag auch anders interpretieren: die Gesellschaft, für die unsere Soldaten in Konflikte geschickt werden neuerdings auch wieder Kriege genannthat das Recht und vielleicht ja sogar die Pflicht, im Rahmen öffentlicher Ehrungen, mehr über den Einsatz von Leib und Leben ihrer Töchter und Söhne zu erfahren. Spätestens die Auszeichnung eines Deutschen Soldaten mit dem Bambi 2011 hat vielen Menschen in meinem Umfeld die Tragweite der Soldatenarbeit zum ersten Mal richtig verdeutlicht. Wir sollten auch endlich damit aufhören, immer alles mit unserer schrecklichen Vergangenheit zu vergleichen, die ich hier natürlich keineswegs verherrlichen möchte. Unsere Soldaten sind die die verlängerten Arme unserer Politiker und deren Entscheidungen und es sind vor allem Menschen! Ich selbst war damals im Einsatz im Kosovo 1999-2000 und veranstalte seit einigen Jahren ein Veteranentreffen mit den Soldaten aus jener Zeit. Und glauben Sie mir eins: es geht um nichts tiefgründigeres als sich mit dem erlebten von damals auseinanderzusetzen und das mit Menschen die das auch erlebt haben und verstehen können! Ich garantiere Ihnen, daß mir jeder deutsche Soldat mit Einsatzerfahrung Recht gibt! Mit Besten Grüßen Marcus Klee Ex-Einsatzsoldat für Deutschland

Hermes schreibt:
16.02.2012 15:46

Es ist schon interessant, wie blind manche Menschen für die Realität sind. Der deutsche Bundestag HAT mit deutlicher Mehrheit deutsche Soldaten in den Krieg geschickt. Dort STERBEN Soldaten, ob man das sehen möchte oder nicht. Die Rückkehrer oder auch Überlebenden zu ignorieren, weil vor mehr als einem halben Jahrhundert und mehereren Generationen Verbrechen begangen wurden, ist in meinen Augen Ausdruck von Undankbarkeit und Realitätsferne. Es gibt heute für jedes Tierlein, jeden Bau und jede noch so sonderbare gesellschaftliche Gruppierung einen Gedenktag. Aber für unsere Soldaten nicht. Das ist beschämend.

Maximilian schreibt:
16.02.2012 15:46

Genau, bleiben wir dabei, dass unsere Soldaten in unserer Gesellschaft nicht nur keine Unterstützung, sondern eher noch Spott und Demütigung erfahren.

grüner schreibt:
16.02.2012 15:47

Deutschland braucht nur Sozialhilfeempfänger !

Reiner schreibt:
16.02.2012 15:47

Der Kommentar von Herrn Peters ist meilenweit von der verbreiteten Meinung der deutschen Bevölkerung entfernt. Wer so idiologisch eingeengt auf dieses Thema schaut, der sollte keine Kommentare bei einem weit verbreiteten Informationsanbieter wie N-TV posten dürfen. Deutschland ist schon lange ein normales Land geworden, das ohne Bezug auf den krieg eine solche Frage beantworten kann, leider hat der Autor anscheinend diese Weiterentwicklung fast 70 Jahre übersehen.

Eike schreibt:
16.02.2012 15:50

Schon mal mit Afghanistan-Veteranen geredet, werte Cokommentatoren? Was wir brauchen, sind keine komischen Feiertage, sondern anständige medizinisch-psychologische Nachversorgung. Aber die wurde unter BVetMins Rühe und Guttenberg wegrationalisiert. Ob wir uns grad unsere eigenen Timothy McVeighs züchten, wird man nur auf die harte Tour feststellen können, aber gewisse Einheiten der DSO sind bereits jetzt in ihrer Loyalität zur FDGO nicht mehr so unerschütterlich, wie man das erwartet.

Bürger_der_Mitte schreibt:
16.02.2012 15:51

Als erstes wundere ich mich, dass dieser Kommentar wie ein Artikel, ohne Kennzeichnung, die Topposition auf n-tvs Homepage hat. Inhaltlich kann ich mich nur der Meinung von Kommentarleser anschließen. Wir leben nicht mehr in einer Zeit des Anti-Militarismus, wir leben in einer Zeit des Zivilbürgertum, welches natürlich gegen zerstörerische Kräfte verteidigt werden muss. Gerade bei politischen und religösen Eiferern hat Handauflegen und Blümchen-Politik noch nie geholfen, dass haben selbst die Grünen erkannt, als zu den Kampfeinsätzen zu verteidigung der Zivilgesellschaft zugestimmt haben. Warum also, frage ich mich, sollte man nicht auch einen Gedankttag für eben jene haben, die unser gemütliches Leben verteidigen? Ein plumper Werbetrick sind die Nutzung alter Klischees. Um eine Berufsarmee interessant zu machen, braucht man etwas auf das mein stolz sein kann. Wie jeder andere in seinem Job auch. Da hilft es nicht, dass wir jedem Freiwilligen nur eine Zielscheibe auf die Brust helfen, für die militante Linke. Ein wenig Ausgleich für die ewigen Anfeindung darf auch sein.

C. Meier schreibt:
16.02.2012 15:52

Was soll dieser Veteranentag bringen? Inzwischen wird doch fast jeder Tag des Jahres zu einem Tag der/des XY erklärt. Damit füllen Morgenshow-Moderatoren im Radio ihr tägliches Programm: Heute ist der Welttag der Schokolade - was ist Ihre Lieblingssorte, rufen Sie uns an!. So einen Allerweltsgedenktag braucht kein Mensch. Und ein richtiger Feiertag, also ein arbeitsfreier Tag mit öffentlicher Gedenkveranstaltung wie der Tag der Deutschen Einheit? Das wäre doch etwas zu viel des Guten und würde nur der unsäglichen deutschen Militarismustradition neuen Zündstoff bieten. Nein, wir brauchen wirklich keinen Veteranentag. Die Damen und Herren in Uniform machen ihren Job, genauso wie ihn auch Polizisten, Feuerwehrleute oder Krankenschwestern jeden Tag erledigen. Man sollte lieber alle genannten Berufsgruppen ordentlich bezahlen, da wäre ihnen mehr geholfen als mit irgendeinem albernen Gedenktag.

Sip schreibt:
16.02.2012 15:53

Ich kann mich nur den vorherigen Kommentartoren nur anschließen, über 3000 tote und zig tausend Verletzte haben Ihr Opfer für dieses Land gebracht, sie haben was für Ihr Land getan, wenigsten einmal im Jahr sollte das Land an sie denken, ist das zu viel verlangt?

rw schreibt:
16.02.2012 15:55

Ich kann dem Vorredner nur beipflichten : hier geht es nicht um die Verherrlichung von Krieg, Tod oder Militarismus, vielmehr geht es darum, all denjenigen zu gedenken, die für Deutschland im Dienst an der Waffe ihr Leben gelassen haben - unabhängig davon aus welchen Gründen oder mit welchem Zweck dies geschah. Wir haben heutzutage so viele UNSINNIGE Gedenktage, über deren Sinn oder Unsinn sich keiner Gedanken macht z.B. 10.5.12 Tag des freien Buches oder 21.07.12 Nationaler Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige oder 30.08.12 Gedenktag für die Todesopfer in Abschiebungshaft 2012, aber wenn es um Bürger unseres eigenen Landes handelt, die Ihr Leben aufs Spiel setzen oder sogar umkommen, dann ist dies auf einmal indiskutabel... Wo leben wir denn ??? Schuld und daraus erwachsende Verpflichtung aus der Vergangenheit, dies ist und bleibt Teil der deutschen Geschichte, hier gibt es nichts zu beschönigen, aber das kann und darf nicht dazu führen, all diejenigen um die es hier geht mit Missachtung zu strafen oder schlimmer noch : ihr Tun zu verdammen und zu verurteilen. Mit dem Kommentar hat Hr. Peters dem Land und auch N-TV einen Bärendienst erwiesen. Schade eigentlich, man sollte meinen, dass unsere Gesellschaft inzwischen weiter wäre...

ichwillmichnichtmehrschämenbeiderBwzusein schreibt:
16.02.2012 15:55

in der Truppe wird angesichts der Feigheit vor dem Feind Verteidigung der Interessen der Soldaten und Mitarbeiter im Bundestag bereits treffend als Nebelkerze bezeichnet - und mal ehrlich mehr als eine Beruhigungspille für das eigene Personal solls wohl auch nicht sein. p.s. wer so mit den eigenen Kritikern vom DBwV umgeht, sollte vorsichtig sein mit, wenn er um selbst Anerkennung in der Gesellschaft zu buhlen versucht

Irmgard schreibt:
16.02.2012 15:58

Ich finde es erschreckend und befremdlich, mit welchem Unverstand hier geschrieben wird! 1. was haben, bzw hatten, Wehrpflichitge mit Einsätzen zu tun? Sie wurden nie zu solchen herangezogen, also ist die Aussage, Sie braucht frisches Blut, im wahrsten Sinne des Wortes. Denn eben solches wird in Konflikten mit Waffengewalt vergossen. schlichtweg falsch! Ob die Abschaffung des Wehrdienstes nun richtig oder falsch war, liegt wohl im Auge des Betrachters. Unumstritten ist aber dennoch, dass, seit die Wehrpflicht ausgesetzt wurde, die Bundeswehr auch aus der Mitte der Gesellschaft entfernt wurde. Sollte es nicht gerade auch wegen dieser Distanzierung einen Tag geben, an dem wir, also die Gesellschaft, unseren Soldatinnen und Soldaten danken, dass sie ihr Leben einsetzen um unser Land und unsere Verfassung zu verteidigen?

J.B. schreibt:
16.02.2012 15:58

Vor mehr als 20 Jahren habe ich für mich entschieden, den Kriegsdienst eigentlich Wehrdienst zu verweigern, und damit einen deutlich längeren Zivildienst in Kauf zu nehmen. Daher stehe ich auch jeder Art von militärischer Auseinandersetzung sehr kritisch gegenüber. Ich habe aber nie gezweifelt an der Notwendigkeit der Bundeswehr, und für mich ist es eine Frage des Anstandes, dass man den jungen Männern und inzwischen auch Frauen, die ja im Sinne von Befriedungsmissionen in fernen Ländern für uns den Kopf hinhalten, ein gewisses Maß, nein ein hohes Maß an Respekt entgegenbringt. Dabei hift gewiss nicht die billige Polemik dieses Kommentators. Auch ist die Bundeswehr trotz der Umstrukturierung zur Berufsarmee keineswegs aus der Mitte der Gesellschaft herausgelöst, wie der Kommentator uns glauben machen will. Ist der Nachbarsjunge, der sich nach dem Abitur für eine Offizierslaufbahn entscheidet, damit in eine gesellschaftliche Randgruppe abgestürzt? Ich jedenfalls habe gegen einen Ehrentag für unsere ! Soldaten nicht das Geringste einzuwenden.

Steffen schreibt:
16.02.2012 16:00

Eine Diskussion über dieses Thema ist meines erachtens nicht zeitgemäß. Jeder getötete Mensch in einem Krieg ist ein Mensch zu viel. Wofür wird Krieg denn eigentlich geführt, doch nur zur Wahrung der Interessen der sogenannten Eliten ob um Öl, ob für sogenannte friedliche Religionen oder einfach nur aus Machtgeilheit.

Draufgucker schreibt:
16.02.2012 16:00

Wie wäre es mit neutraler Berichterstattung? Selbst ein Kommentar sollte doch gewisse objektive Ansprüche haben.

Marcel schreibt:
16.02.2012 16:05

Eine breitere Akzeptanz unserer Armee ist laengst Ueberfaellig, tausende Maenner und Frauen riskieren taeglich ihr Leben fuer uns und Menschen wie der Verfasser dieses Artikels sind schuld daran das diese Maenner und Frauen nicht die Wertschaetzung erfahren die sie verdienen.

kommentator schreibt:
16.02.2012 16:06

Da kann ich mich nur anschließen. Dieser Kommentar ist ein einzige Provokation!In der Welt, die Roland Peters beschreibt, möchte ich nicht leben. Zum Glück existiert sie nur noch in den Köpfen solch verblendeter und rückwärtsgewannter Menschen wie Herr Peters. Das N-TV für solche geistige Entgleisungen eine Plattform bietet, ist und bleibt eine Schande!

Alex schreibt:
16.02.2012 16:07

Da kann ich mich nur anschließen. Diesen Kommentar brauchen wir wirklich nicht. Auch Menschen die nicht rassistisch sind, sind den Menschen dankbar, die ihr Leben für uns riskieren. Für den Kommentar als größte Schlagzeile bei ntv kann ich mich nur schämen...

rajozie schreibt:
16.02.2012 16:08

Der Kommentator liegt aus meiner Sicht in zwei Dingen falsch: 1. Die Bundeswehr wird nicht zur Berufsarmee, sondern zur Freiwilligenarmee! 2. Die Soldaten ziehen nicht in den Krieg, weil sie das wollen, sondern weil die vom Volk gewählten Abgeordneten das so wollten und wollen!!! Also in Zukunft einfach besser recherchieren!

Winkler schreibt:
16.02.2012 16:11

Wenn Deutsche sterben ist das doch nicht schlimm. Darüber braucht man weder zu reden, noch darüber nachdenken. So denken die ewig gestrigen!!!!!

AyA schreibt:
16.02.2012 16:11

Eine Gesellschaft die sich gegen Militarismus positioniert und auf eine Weltrettung a la Irak verzichten kann, sollte auch auf die öffentliche und gesellschaftlich getragene Ehrung von Soldat_innen, ob lebend oder tot, verzichten können. Ehre gebührt, wer ohne Waffengewalt Ziele zu erreichen vermag, nicht, denen, die sich von Staaten zum Zwecke der Interessenvertretung instrumentalisieren lassen. Orden können Kriegstraumata, den Verlust von Tugenden, von Familienangehörigen nicht wettmachen.

Meier schreibt:
16.02.2012 16:14

Es ist eine absolute Schande wie die deutsche linke Presse es stetig schafft Wahrheiten zu verdrehen und eigentlich gute Dinge in ein falsches Licht zu rücken!! Pfui! Schön das Herr Peter seinen Hintern im warmen, trockenen und sicheren sitzen hat und sich geistigen Ergüssen hingeben kann während UNSERE Soldaten ihre Gesundheit und Leben aufs Spiel setzten um ihm diesen Wohlstand zu gewährleisten. Wie schnell vergisst man Anschläge wie in Madrid, New York und London... und wo diese Attentäter ausgebildet wurde... Noch nicht einmal ein Tag um an unsere Freiheitssicherer zu denken wird gegönnt. Aber was will man schon erwarten.... 68 haben eben Jene ihr Gedankengut noch mit Steinewerfen untermauert, jetzt wird dieses eben mit Journalismus verbreitet... Macht nur weiter so! Und noch was zum denken, jedes Land hat seine Armee, entweder die eigene oder eine fremde...

Ohje... schreibt:
16.02.2012 16:14

Dieser Artikel ist wirklich totaler Schwachsinn. Wie mein Vorredner schon sagte, hat ein Gedenktag nun wirklich nichts mit Werbung zu tun. Hier wird einfach wieder einmal das gesamte Repertoire an populistischen Wörtern genutzt, um alles was mit der Bundeswehr zu tun hat schlecht zu machen. Ich hoffe sowas wird hier in Zukunft nicht mehr zu lesen sein!

Lt. D. schreibt:
16.02.2012 16:16

Deutsche, die für Deutschlands Sicherheit ihr Leben lassen, gehören geehrt. Deutsche, die solche Kommentare schreiben, gehören ausgewiesen!

admin666 schreibt:
16.02.2012 16:17

Ein Ehrentag für Mörder ? Nein danke.

Bundesbürger schreibt:
16.02.2012 16:19

Der Verfasser dieses Artikels sollte sich klar machen, dass nicht jeder, der freiwillig zur Bundeswehr geht, mit Freude seinen Kopf für unser Land hinhält. Wir Deutsche sind in den letzten 50 Jahren zum Pazifismus erzogen worden. So sehr, dass es fast schon eine Schande ist, für sein Land alles zu opfern oder stolz auf das Erreichte zu sein. Mit einem Veteranentag sollte endlich in der Bevölkerung die Anerkennung der Leistungen unserer Soldaten erbracht werden, die sie auch verdienen. Schließlich ist es die Bevölkerung hier durch die Volksvertreter, die sie in diese gefährlichen Einsätze schickt. Nicht zu vergessen sind die Einsätze, die die Bundeswehr im eigenen Land verrichtet, z.B. im Rahmen der Katastrophenhilfe. Die große Sturmflut von 1962, die Schneekatastrophe 1978 oder auch beim Oderfluteinsatz und viele mehr seien hier nur angeführt. Mit einem Veteranentag könnten auch diesen Menschen gedacht werden, die bei diesen Einsätzen ihr Leben in Gefahr gebracht haben. Ein Kommentar, der sich nur auf Blut und Kampf reduziert, hat hier, nach meinem Geschmack nichts zu suchen.

petermann schreibt:
16.02.2012 16:19

Mein 1951 aus russ. Kriegsgefangenschaft zurückgekehrter Vater hätte sich zu Lebzeiten über einen Veteranentag gefreut. Am besten am Buß- und Bettag, auf den haben die Arbeitnehmer bei Einführung der Pfleversicherung verzichten dürfen. Und wenn er auf ein Wochenende fällt, holen wir ihn - wie in den angloamerikanischen Ländern üblich - am Montag nach. Wie in den USA sollte für Veteranen eine neue Rabattmöglichkeit für Transportmittel eingeführt werden.

M. Geisler schreibt:
16.02.2012 16:20

Ich kann mich nur anschließen, dieses ewig gestrige nur nicht Flagge für Deutschland zeigen, ist ein Schlag ins Gesicht derer, die für Deutschland bzw Europa ihr Leben im Krieg gelassen haben. Auch die Angehörigen dieser Toten haben ein Anrecht auf ein Gedenken an unsere Soldaten. Der Artikel ist ein Affront!!

*kopfschüttel* schreibt:
16.02.2012 16:20

Solange Soldatinnen und Soldaten im Auftrag unseres Landes - unserer Politiker! - in andere Länder geschickt werden, um dort zu kämpfen, ist es nur angebracht, dies auch entsprechend zu würdigen und denen, die im Einsatz für ihr Land ihr Leben verloren haben, zu gedenken. Ob die Einsätze sinnvoll sind oder Deutschland weiterhelfen, steht auf einem ganz anderen Blatt. Aber die Akzeptanz des Gedenkens der Gefallenen muss einfach da sein.

WolfsBurg schreibt:
16.02.2012 16:22

Falls Deutschland nie in Kriege verwickelt wäre sollte man den Veteranentag nicht einführen. Da es aber so ist sollte der Tag des Gedenkens kommen. Vogel Strauß Politik frei nach dem Motto: ich esse keine Kühe nur Hamburger dient nicht der Gesellschaft! Hinschauen, Bewußtmachen, hinter Entscheidungen der Demokratie stehen auch wenn sie Krieg bedeuten! Das macht einen politisch verantwortungsvollen Bürger aus!

Ingo Moeckel schreibt:
16.02.2012 16:24

Herr Roland Peters, ihr Kommentar ist nicht nur hier, sondern generell völlig fehl am Platz. Bitte tun Sie uns allen einen Gefallen. Geben Sie Ihren Pass ab und wandern Sie aus in ein Land, das keine Armee unterhält. Wir sind international nicht nur durch unsere Bündnispflichten unter anderem auch zu militärischem Engagement verpflichtet. Das mindeste, was Sie allein schon aus diesem Grund einem deutschen Soldaten schulden, ist Respekt. Abgesehen davon liegen selbst heute noch hunderttausende von ihnen seit beiden Weltkriegen vergessen auf irgendwelchen Äckern quer über Europa vertreut. Das sind auch Ihre Landsleute, Ihre Gemeindemitglieder und sehr wahrscheinlich auch Teile Ihrer Familie. Auch wenn Sie es scheinbar verdrängen wollen. Es ist so. Und wir schulden Ihnen nicht nur Respekt, sondern auch ein würdiges Gedenken. Mindestens in Form eines Gedenktages.

Thorsten Egenolf schreibt:
16.02.2012 16:27

Die Antwort darauf sollte klar sein. Allerdings: Selbstverständlich! Herr Peters Sie schreiben: Die deutsche Geschichte mahnt. Vor moralischer Überhöhung von Menschen, die für politische Ziele andere Menschen töten, ihr Leben lassen, manchmal psychisch, manchmal physisch. Wissen Sie überhaupt, wie diese Einsätze legitimiert werden, welche Entscheidungswege, welche Instanzen durchlaufen werden? Sie offenbaren mit ihrem Text auch erschreckende Unkenntnis über die, von Ihnen angeführte, deutsche Geschichte und eben jene besondere Verpflichtung die daraus entstanden ist. Mit dem gesamten Kommentar stellen Sie, Herr Peters, all die Menschen welche, auch für Ihre Freiheit so einen Unsinn schreiben zu dürfen, tagtäglich ihr Leben riskieren, auf dieselbe Stufe wie Kriegsverbrecher. Mögen Sie ruhig weiter den 10. Oktober 1995 preisen, es gibt ja, Gott dei Dank, Menschen die Ihnen dies, unter Einsatz des Lebens, ermöglichen.

Hummel schreibt:
16.02.2012 16:28

Nirgends wird deutlicher was Deutschland für ein gestörtes Verhältnis zu Waffen, Militär und Kämpfen hat. Ohne Tradition keine Zukunft. Armes Deutschland. Trotz statt Treue.

zero schreibt:
16.02.2012 16:29

Pfft... Veteranentag. Es ist richtig das die Arbeit von den Jungs bei uns viel zu wenig gewürdigt wird in Deutschland. Aber bevor die sowas wie den Veteranentag anzetteln, sollte sich der Herr de Maizière mal um die korrekte Versorgung kümmern. Währen des Einsatzes UND danach. Vernünftiges Material Schutzausrüstung, Fahrzeuge, etc. bereitstellen und wenn die ausgebrannt oder krank zurückkommen die Medizinisch/Psychologische Versorgung sicherstellen. Es ist mit Abstand das schändlichste das unsere Soldaten nach den Einsätzen teilweise Reha, Behandlung und Nachversorgung wegen Verwundungen oder PTBS einklagen müssen. DAS ist die größte Sauerei. Und jetzt sollen alle mit sowas abgespeist werden.

Chris schreibt:
16.02.2012 16:31

Nur Menschen die nie Wehrdienst geleistet haben, haben solch negative Meinungen über unsere Streitkräfte. Wenn ich noch nie in meinem Leben geflogen bin fange ich ja auch keine Diskussion über die Fliegerei an. Hauptsache Dieter Bohlen bekommt ein Bundesverdienstkreuz...

Goetz schreibt:
16.02.2012 16:33

Mit irgend etwas,muß sich ja die Politikerfamilie ein Denkmal setzen.Militarisierung hatten wir ja sogar in der jüngsten Geschichte DeutschlandsOst

Bernd schreibt:
16.02.2012 16:33

In den usa werden die Armee wie auch ihre lebenden und toten Veteranen in Feiern, Filmen, auch in Videospielen als Helden gefeiert. Aber weder Deutschland noch Europa sind die usa. Nicht alle, die bei den Auslandseinsetzen fallen fielen im Sinne eines deutschen Patriotismus. Ihnen und auch dem deutschen Volk wird permanent eingeredet, diese Menschen verteidigen Deutschland. Doch was verteidigen sie wirklich? Bundespräsident Kohl hat es offen und deutlich gesagt: sie verteidigen die deutsche Wirtschaft und deren Handelswege bzw. Rohstoffe. Und sind die Taten der Menschen, die da im Ausland im Namen des deutschen Volkes begangen werden derart Heldenhaft, dass es Gedenktaten braucht? Wenn man mit Waffen andere Menschen angreift und sich wundert, warum diese sich wehren? Diese Menschen haben es auf sich genommen im Auftrag von Menschen zu kämpfen, verletzt zu werden oder zu sterben, welche andere Menschen für ihre Zwecke ausnutzen, in Armut bringen. Und sie wurden geschickt um diejenigen zu töten, die sich auflehnen. Ginge es rein darum andere Menschen von Tyrannen zu befreien, müsste konsequenter Weise auch in anderen Ländern eingegriffen werden. Doch sonderbarerweise wird nur dort eingegriffen, wo es wirtschaftliche Vorteile für deutschland, usa oder sonstige Angehörige der westlichen Welt gibt. Das deutsche Volk wurde und wird in den seltensten Fällen gefragt, ob es einen solchen Einsatz will. Und wenn wird es zuvor mit Lügen und Halbwahrheiten gefüttert, Feindbilder aufgebaut, Hintergrundinformationen, welche einen Blick auf die Wahrheit eröffnen würden, zurückgehalten oder gar vorenthalten. Leben und Lebensraum zu zerstören sind keine Heldentaten. Wer sich dafür entscheidet, muss mit dem schlimmsten rechnen. Es gibt Soldatenfriedhöfe, auf denen die Angehörigen trauern können. Dort ist es eine individuelle Sache, ohne Pomp, dem Ganzen angemessen. Ein nationaler Gedenktag ist reine Propaganda.

Heiko Krüger schreibt:
16.02.2012 16:34

Ich bin stolz ein Deutscher zu sein. Ja und nun? Bin ich rechtsorientiert, womöglich ein Nazi oder Neonazi? Nein bin ich nicht- war ich nicht, werde ich nie sein. Nur sollte man bei aller geschichtlich vorbelasteten Krux mal dran denken das wir zwei Generationen weiter in der Zeitrechnung sind. Wer wirft denn den Russen die Taten Stalins noch vor? Wer wirft den Israelis Ihre Kriege vor? Niemand. Vertuscht vergessen etc. Warum soll man diesen Veteranentag also nicht einführen? Deutschland schickt Leute auf Friedensmissionen. Missionen die für uns wichtig sind wie der Anti- Terroreinsatz in Afghanistan. Leute die für die Demokratie ihr Leben lassen dürfen wohl nur für Ihren Einsatz geehrt werden wenn dieser was mit der bösen Vergangenheit zu tun hat?

Gerd Müller schreibt:
16.02.2012 16:34

Es ist schön, das wir ein freies Land sind. Was für ein Trauma haben wir eigentlich noch? Wie oft höre ich noch vor 60 Jahren... Fakt ist doch, dass wir seit 60 Jahren manche Teile unseres Landes später eine verlässliche Demokratie sind. Unsere Soldaten sind Staatsbürger in Uniform und zwar solche, die wir in Gegenden und Situationen entsenden, die psychisch wie physisch sehr gefährlich sind. Dies tun wir durch ein demokratisch gewähltes Parlament, in Abstimmung mit der Weltgemeinschaft um zumeist Situationen abzustellen, in denen Menschenrechte vollends missachtet werden. Wir führen keine Angriffskriege... Was spricht also dagegen,denjenigen die für unsere Vorstellung vom Weltfrieden oder unserer Sicherheit die Knochen hinhalten, ein Danke Schön! auszusprechen. Dieses gutmenschenliche Dusch mich aber mach mich nicht nass! erzeugt in mir wirklich einen Groll.

Thorsten schreibt:
16.02.2012 16:35

Ich hoffe dieser Kommentar ist nur eine Provokation, war selber Soldat auf Zeit 6Jahre .“Ruhm und Ehre“, also ein gedenken an tote Soldaten hat in unsrer Zeit hoffentlich nichts mit Ruhm Zutun sonder ist nur ein kleines Zeichen des Respektes vor dem leben eines Deutschen Soldaten der wie jeder andere Soldat für die moralische Verantwortung seine Landes gekämpft und gestorben ist. Ehre würde manchen Menschen gut zu Gesicht stehen. Wir sind nicht die USA, aber ein klein wenig gedenken würde uns nicht schaden.

mal nachgedacht schreibt:
16.02.2012 16:40

@Vorredner Wenn der Veteranentag dem Gedenken der Menschen dient, die für Deutschland ihr Leben gelassen haben, warum nannt man ihn dan nicht Kriegsopfertag o.ä.? Ein Verteran ist im mil. Sinne ein ehemaliger Soldat der entweder eine lange Dienstzeit hinter sich hat oder an einem Krieg / Einsatz teilgenommen hat. Da ein Soldat in Deutschland für seinen Dienst ein Gehalt erhält, welches im Einsatz sogar noch üppig aufgestockt wird und dieser Dienst auch das Töten und Verletzen von Menschen Gegnern beinhalten kann, kann man mit Fug und Recht behaupten, dass ein Soldat ein Mensch ist, der prinzipiell dazu bereit ist, gegen Bezahlung zu töten. Nach dem Aussetzen der Wehrpflicht, wird nur noch Soldat, wer das auch wirklich will. Aus der einst ungerechten Dienstpflicht junger Männer ist ein Beruf geworden den Männer wie Frauen gleichermaßen und freiwillig ergreifen können. Am Soldatensein ist nichts ehrenhaftes, außer man verteidigt das eigene Land auf eigenem Boden gegen einen äußeren Angreifer und das unentgeldlich! Daher halte ich einen Veteranentag, der gerade an die Menschen erinnert, die bereit sind das Leben anderer ihrem finanziellen Wohlergehen zu opfern, für absolut abartig! Viel nützlicher wäre ein Tag der Altenpfleger oder ein Tag der Krankenschwestern. Diese werden weitaus schlechter bezahlt und leisten wirklich etwas für ein lebenswertes Leben.

mk schreibt:
16.02.2012 16:45

Ich würde die Einführung eines solchen Tages begrüßen. Mit dem Verfasser des Artikels bin ich in keinem einzigen Punkt einverstanden. So ein Tag sollte natürlich nicht der Waffenschau, oder Rekrutenwerbung dienen. Aber ein bisschen mehr Rückhalt aus dem eigenen Volk für seine Soldaten wäre definitiv wünscheswert und auch ein wenig Anerkennung für die Leistungen die unsere Jungs täglich im Ausland bringen müssen. Was wäre so falsch daran!? Den Volkstrauertag als möglichen Tag halte ich aber für falsch. Dieser Tag ist einzig und allein dazu da um der Toten zu gedenken und das sollte auch nicht mit irgend etwas anderem vermischt werden. Meiner Ansicht nach ist der Vorschlag von unserem Verteidigungsminister sehr gut solange es nicht die Propagandaausmaße annehmen wird wie in vielen anderen Ländern. PS. Ich vermisse die Bundeswehrübungen von früher die 1 od. 2 mal im Jahr irgendwo in freier Wildbahn abgehalten wurden. War immer äußerst interessant zum zusehen.

Jochen R. schreibt:
16.02.2012 16:46

Menschen die Morden, darf man nicht verehren. Das sollte man mal der ganzen pazifistischen Jugend sagen, die mit Che-Guevara-Shirtsrum läuft. Aber: Deutsche Soldaten im Auslandseinsatz sind keine Mörder. Sie schützen unter Einsatz ihres eigenen Lebens die Freiheit und die Rechte anderer Menschen. Wann hat sich der Autor dieses Kommentars das letzte mal freiwillig in Lebensgefahr begeben, um andere Menschen vor Unterdrückung zu bewahren? Ist er wirklich der Meinung, daß Menschen die das tun keinen Dank benötigen, sondern tot zu schweigen sind, und mit ihren eigenen Problemen, die der Einsatz mit sich bringt, allein gelassen werden müssen? Diese Menschen verdienen Hochachtung! Das ist das einzige was wir als Land und als Volk ihnen wirklich geben können als Dank für den Einsatz den sie bereit sind zu geben. Soldaten zu ehren heißt nicht, den Krieg zu verherrlichen, sondern denen die ihr Blut und ihr Leben gelassen haben zu danken daß sie die Gräuel an unserer Stelle oder an Stelle der Afghanen ertragen haben. Sie waren bereit zu sterben, damit andere ein besseres Leben leben können. Sie hätten verdient, daß man sie nicht weiterhin an den Rand der Gesellschaft drückt.

ichwillmichnichtmehrschämenbeiderBwzusein schreibt:
16.02.2012 16:49

@zero, davon hört man leider immer noch viel zu wenig, weil auch das gehört schließlich mit in das gesellschaftsbild der Bw - zumindest, wenn dieses auch ehrlich sein soll - Akzeptanz läßt sich nicht verorden, sie muss erarbeitet werden, da kommt auch ein Minister nicht drum herum - und das fängt mit Anwesenheit Bundestag, wenn es um die eigenen Leute geht, an!

IW schreibt:
16.02.2012 16:54

...leider ist dieser Artikel sehr traurig. Wir sollten uns als Deutschland endlich unserer veränderten Rolle in der Welt bewusst werden. Sicherlich dabei nie die Vergangenheit vergessen, aber das jetzt zu akzeptieren. Unsere Freunde und alle anderen Länder in der Welt sehen uns schon längst in der Rolle. Als Teilnehmer einer der allerersten Einsätze überhaupt verfolge ich diese Transformation schon sehr lange, aber wir zerreden es. Die, die es ausbaden müssen, hätten es wahrlich verdient.

admin666 schreibt:
16.02.2012 16:55

Unsere Geschichte verbietet es, die zu Ehren die für Nazi - Deutschland mordeten, denn auch die würden dadurch geehrt.

ex schreibt:
16.02.2012 17:01

Als ehemaliger Soldat finde ich es mal wieder so ignorant und doppelmoralisch etwas nur mit dem Bezug auf die Vergangenheit abzuwiegeln. Ich würde auch am liebesten in einer Welt ohen Gewalt und Krieg leben aber die Wirklichkeit sieht nunmal anders aus. Das deutsche Strafgesetzbuch sieht Strafen bei unterlassener Hilfeleistung vor. Alle würden sich aufregen, wenn sie in der Zeitung lesen, dass Passanten an einer Frau vorbeigehen die grade belästigt oder vergewaltigt wird. Dort soll man im Gefühl der Bevölkerung sofort eingreifen und zu Hilfe eilen. Wenn so etwas in einem anderem Land tausendfach passiert und ein Terroregime Tod und Folter ausübt sollen wir zusehen nur weil sich das in einem anderen Land abspielt. Krieg ist sicherlich auch keine Lösung um solcherlei Probleme ein für alle mal in den Griff zu bekommen aber leider eben doch noch nötig. Aus meiner sicht sollte sich das Bewusstsein dringend nochmal ändrn, es sollte 1. deutlich besser überprüft werden in welche Konflikte die Bundeswehr entsandt wird oder nicht. Dafür sind wir schließlich ein demokratischer Staat. 2. Das Wort Konflikt sollte dann sofort gestrichen und auch im Wortschatz der Politiker in Krieg umgewandelt werden, es sollte allen klar werden das es um Krieg geh und nichst zu beschönigendes. Allen sollte klar gemacht werden, dass unsere Jungs in Afgahnistan in einem Krieg kämpfen der all das mit sich bringt was auch imemr die propagandamaschine noch zu beschönigen versucht, nämlich das krieg leider immer tote, gewalt, folter, zivile opfer, zutiefst traumatisierte und witwen/witwer mit sich bringt, dass es aber leider trotzdem noch notwendig ist diesen in bestimmten fällen zu führen. Es gibt für die Soldaten meist nichst shclimemres als das ihr Schicksahl völlig totgeschwiegen wird, statt offen mit dem thema umzugehen. Grade daher denke ich, dass ein derartiger Tag für die Bundeswehr Veteranen durchaus gerecht fertig ist. Es ist immer sehr einfach zu behaupten keinen Krieg mehr führen zu wollen und müssen als die Realität zu sehen. Wer wollte schon in einer Welt leben in denen die Amerikaner nicht in den 2. Weltkrieg eingegriffen hätten. Natürlich taten sie dies nicht nur aus Nettigkeit doch trotzdem bin ich froh, dass sie es taten. Ich denke wir sollten uns alle nicht vormachen als wenn wir die Bundeswehr einfach abschaffen könnten und sich alle Kriege udn Probleme auf der welt in Luft auflösen. Ich würd emri so sehr wünschen das mit den Menschen die ihr Leben, ihre Gesundheit und ihr Seelenheil in den Kriegen aufs spiel setzen etwas mehr Offenheit entgegen gebracht wird. Sie sind nämlich genau solche Menschen wie jeder von uns. Vielelicht werde ich auch eines Tages verstehen warum die Meldung, dass 2 Soldaten getötet wurden weitaus weniger ernst genommen wird als eine, dass 2 Zivilisten gestorben sind. Sind diese soldaten keine Menschen?

chris schreibt:
16.02.2012 17:10

das leben lassen, für freiheit und demokratie? brunnen bohren im irak? soldaten sind marionetten um unsere resourcen zu sichern. ich habe mitleid mit soldaten, aber sicher keinen wertschätzung. militarismus und strukturelle gewalt sind grundpfeiler unserer zivilisation. wir basieren unser leben auf die nutzung von resourcen. es wird zeit aufzuwachen und diese grundpfeiler einer kaputten gesellschaft einzureißen.

Kosmopolit schreibt:
16.02.2012 17:12

Wie wär´s mit einem Polizisten-Tag, einem Freiwilligen-Tag, einem Pflegedienstler-Tag, einem Ehrenamtler-Tag, einem wie-auch-immer-wichtigen-Berufe-Tag ... wer will schon beurteilen oder gar wissen, welche Berufe einen für die Gesellschaft wichtigen Dienst leisten und entsprechend geehrt werden sollten ... Ein Gedenken Bundeswehr-intern oder Parlaments-intern für die getöteten Soldaten sollte ausreichen.

Marco schreibt:
16.02.2012 17:12

Dieser Artikel ist eine gruselige Schlittenfahrt über alle Stammtischklischees hinweg und erfüllt leider nicht das von anspruchsvollen Lesern gewünschte Maß an Professionalität. Herr Peters traut sich mit seiner Nasenspitze leider nicht über den Rand seiner Suppenschüssel hinaus und beweist erneut seinen leider oftmals schlecht recherchierten Informationsstand. Wir würden uns wünschen, das solche Miese-Meinungsmacher-Kommentare dort bleiben, wo sie hingehören: An Stammtische und Coffee-Shops.

Dirk schreibt:
16.02.2012 17:18

Wisst Ihr was? Wenn Ihr es nicht für richtig hält Soldaten zu ehren, die für uns und den rest der Welt, ob sinnvoll oder nicht, gefallen sind, dann solltet Ihr Euch dafür einsetzen das wir keine Auslandseinsätze mehr machen! Ganz einfach! Es ist eine Frechheit solche Kommentare zu verfassen und noch beschämender, solche Diskussionen überhaupt aufkommen zu lassen. Wo leben wir hier? Muss man gleich alles mit den Nazis vergleichen? Wacht auf, wir sind 60 Jahre von Hitler & Co. entfernt! Wenn unsere Soldaten in anderen Ländern Ihr Leben riskieren, dann haben diese verdammt nochmal auch das Recht dafür geehrt zu werden! Armes Deutschland, wo man erst einmal darüber diskutieren muss, ob es nun gefallen oder getötet heißt. Am besten wir ziehen alle Soldaten ab und beteiligen uns überhaupt nicht mehr an Auslandseinsätzen. Dann muss auch niemand sterben und niemand muss sich über sonen blödsinn hier den Kopf zerbrechen! Immer diese sinnlosen diskussionen...

Wehrsportgruppe Teletubbie schreibt:
16.02.2012 17:19

Stilljestanden!!! Unser Angriffsminister meinte nicht Veteranentag, sondern Veterano-Tag. Das ist ein hochprozentiger Unterschied. Hicks°, jawoll, Weitermachen!!!

Sven schreibt:
16.02.2012 17:23

NEIN, brauchen wir nicht. So ein Quatsch.

UL schreibt:
16.02.2012 17:35

Die Diskussion auf dieser Seite beschreibt das Dilemma in Deutschland sehr schön. Ich war bestimmt nicht in AFG weil ich dort schon immer einmal hin wollte, sondern weil der Bundestag unseres Landes dieses Mandat erteilt hat. Ich bitte also anständig darum, den Soldaten keinen Vorwurf zu machen, dass sie den Willen einer demokratisch legitimierten Regierung war übrigens nicht die derzeitige umsetzen, wozu sie gem unserem Grundgesetz aufgestellt worden sind.

JL schreibt:
16.02.2012 17:43

Was Herr Peters da in seinem Artikel mit seinen an den Haaren herbeigezogenen Vergleichen für einen Humbug verzapft, ist schon ein Armutszeugnis. Wenn er nationalen Pathos kritisiert, sollte er sich einmal fragen, ob das gegenteilige Extrem, für das er einsteht, nicht genauso kritikwürdig ist. Fehlt noch der Satz Soldaten sind Mörder. Also liebe Bundeswehr, im Ernstfall bitte 82 Mio. Deutsche retten, aber nicht Herrn Peters. Der mag Euch nicht. Der ist schließlich was Besseres als Soldat. Nämlich Journalist. Und dafür darf man auch eine Belobigung bekommen. Aber nicht als Soldat! Nebenbei sieht man mal wieder, was aus n-tv inzwischen geworden ist: ein meinungsmachendes Boulevardmagazin.

W15 schreibt:
16.02.2012 17:46

Es ist überfällig, denjenigen, die im öffentlichen Auftrag ihr Leben riskieren, ein deutlichen Zeichen des Respekts zu geben. Soldaten, Zoll, Polizei, Feuerwehr. Sie haben es verdient. Und ich bin sicher, daß wir in Deutschland in der Lage sind, ein solches Zeichen zu setzen, ohne in Kitsch, falsche Heldenverehrung oder Hurra-Patriotismus zu verfallen. Daher sind die Ängste des n-tv Kommentators für mich nicht nachvollziehbar. Gleichzeitig darf sich die Politik nicht hinter dieser Symbolik verstecken. Unsere Leute verdienen die bestmöglichste Ausrüstung und Betreuung, egal ob sie - legitimiert vom Bundestag - im Ausland an Kriegen teilnehmen oder mit den Streifenwagen in NoGo-Areas unterwegs sind!

deserteur schreibt:
16.02.2012 17:48

Einen solchen tag haben wir schon, wir brauchen nur den Heldengedenktag wieder aufwärmen. Kalendermäßg liegt der fest. Ansonsten muß sich herr Demaiziere und auch einige kommentatoren fragen lassen, wie sie es mit den soldaten halten wollen, die nicht am Hindukusch die freiheit Deutschlands verteidigt haben, sondern hier zu Hause oder an all den andern plätzen, wo die armeen der BRD-alt und der DDR halt so aktiv gewesen sind. Aus welchen gründen werden sie und die ihnen abverlangten opfer, physisch oder psychisch, hier nicht weiter angesprochen? Denn, die krieger in Afghanistan waren und sind freiwillige, die leute hier zu hause aber allzuhäufig zwangsrekrutierte. Da wär ein wenig interesse doch schon angezeigt. Oder doch lieber schwamm drüber.

Volksstimme schreibt:
16.02.2012 17:48

Ich freue mich über den Protest, der dem Verfasser dieses Textes entgegenschlägt. Wenn ich das lese, wird mir schlecht vor Wut. Aber leider ist wohl so, das es in dieser Rundumwohlfühlgesellschaft zu viele Mitmenschen gibt, denen der Respekt vor den Menschen in Uniform abhanden gekommen ist. Die, die das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer..., z.B. am Hindukusch, ...verteidigen und sich sehr wohl fragen dürfen, wozu das Ganze gut sein soll, es aber dennoch nach bestem Wissen und Gewissen tun, weil es ihnen befohlen ist, sehen sich täglich der Gefahr für ihr Leib und Leben ausgesetzt, während es in der Heimat von arroganten, selbstgerechten Denunzianten nur so wimmelt. Der Satz hier, lieber Artikelschreiber.. Zitat: Zu Recht ziehen nur Menschen in Kriege wie in Afghanistan, die dies auch wollen. Zitat Ende ..ist eine Frechheit und ein Schlag in die Magengrube für alle Familienväter, die hier und heute im Staub des Feldlagers Kunduz oder Mazar Ihren völlig verfehlten Kommentar lesen müssen. Ich gebe dem Minister Recht, wenn er Denkanstöße gibt und sich vorwagt in Richtung eines Ehrentages für gefallene deutsche Soldaten. Ich bin dafür, ohne Wenn und Aber. Respekt vor unserem Minister. Dass er das wagt, zeigt, dass er mehr drauf hat, als gegeltes Haar und einen falschen Doktortitel. PS: Und warum immer dieser lächerliche Vergleich mit den USA. Ist absolut überflüssig.

von Otto schreibt:
16.02.2012 17:49

Da kann ich als alter Reservist nur sagen: Armes, dekadentes Deutschland ! Mein Fazit, wer sich in heutiger Zeit noch freiwillig zum Dienst mit der Waffe meldet, kann nicht ganz dicht sein oder ist ein hoffnungsloser Idealist ! In einer Armee zu dienen, welche von Wehrdienstverweigerern in den Einsatz geschickt wird für ein Volk, dass mit Masse bestenfalls wohlwollende Gleichgültigkeit dafür empfindet kann mannur noch als jugendlichen Leichtsinn bezeichnen. Am Airport Washington konnte ich erleben, wie eine ganze Abfertigungshalle sich erhob und heimkehrenden Soldaten aus dem Irak Beifall spendete. Undenkbar bei uns ! Wobei man über diese Einsätze denken mag wie man will. Einen Veteranentag brauchen wir demnach wirklich nicht. Veteranen haben ihre Gemeinschaften, Kameradschaften u.ä. wo sie zusammen kommen und sicher sein können, in Ihrem Rollstuhl oder mit ihrer Gehhilfe nicht beschimpft und bespuckt zu werden. von Otto

Jack schreibt:
16.02.2012 18:00

Das der Vorschlag von einem Minister kommt,dessen Familie immer auf der Seit der Mächtigen stand wundert mich nicht. Sein Vater war im Generalstab im Führerhauptquartier nach dem Krieg war der Westteil der Familie immer militärisch tätig.Der Ostteil hat sich bei der Stasi hervorgetan von oberster Führungsebene bis zum IM.Der wird mit seinem Anliegen durchkommen denn schließlich waren es die de Maizieres in Ost und West die maßgeblich am Einzug von Frau Merkel ins Kanzleramt mitgewirkt haben.

Pete schreibt:
16.02.2012 18:02

Der typische Gutmenschen-Kommentar ist mal wieder völlig daneben. Dieser indirekte Vergleich der heutigen Soldaten mit denen des Dritten Reiches ist eine absolute unverschämtheit. Deutsche Geschichte mahnt... Von wegen Ausrichtung der Gesellschaft. Diese Gesellschaft kann in dieser From nur so frei und demokratisch sein, weil es Leute gibt, die ihr Leben und ihre Gesundheit geben um es zu ermöglichen. In fast allen Staaten hat die Bevölkerung das verstanden, aber in Deutschland stört man sich als ewig gestriger Linker daran.

Thomas Bruntke schreibt:
16.02.2012 18:16

Endlich kommt ein Minister auf eine gute Idee, da ist das Geschrei schon wieder groß. Muss sich Deutschland für seine Soldaten schämen? Nein! Ob heutige Kampfeinsätze, humanitäre Hilfen auf der ganzen Welt oder das Engagement während des Kalten Krieges, unsere Soldaten waren immer für uns da. Ob Wehrpflichtige, Zeitsoldaten oder Berufssoldaten. Alle haben sie unserem Land gedient und für Sicherheit und Frieden gesorgt! Ja sogar dafür ihr Leben aufs Spiel gesetzt. Leider habe ich den Eindruck, dass dieser Umstand nur wenigen Bundesbürgern klar ist, wem sie eigentlich ihre Freiheit und demokratische Grundordnung zu verdanken haben. Wären unsere Verbündeten und die Bundeswehr in Zeiten des Kalten Krieges nicht so massiv gegen den Warschauer Pakt gestanden, hätten wir diese Freiheit sicherlich verloren! Auch auf den Großübungen der damaligen Zeit verloren Kameraden ihr Leben oder wurden zum Teil schwer verletzt. Ich möchte in diesem Zusammenhang auch auf die Angriffe der RAF auf Kasernen und Munitionsdepots aufmerksam machen. Das war kein Spielchen, sondern eine reale Bedrohung! Von 1977 bis Ende 1988 war ich selber aktiver Soldat. In der Reserve war ich bis 2005 tätig und habe so den Wandel der Bundeswehr selbst miterlebt. Ein Tag der Veteranen ist wirklich schon längst überfällig und hat sicherlich nicht im geringsten mit Verherrlichung von Gewalt zu tun. Vielmehr würde den Soldatinnen und Soldaten endlich mal der Respekt gezollt, der ihnen zusteht! In allen anderen europäischen Ländern haben ehemalige Soldaten eine viel größere Anerkennung. Das haben unsere ehemaligen Soldaten auch verdient. Und zwar schon lange!

Marc Wenkittl schreibt:
16.02.2012 18:40

Es sollte sich mal ein jeder in einer ruhigen Minute überlegen, was passieren würde, wenn wir ein Land wie Afghanistan sich selber überlassen würden und von dortaus Selbstmordattentäter und Terroristen in alle Winde ausschwärmen und ihre Arbeit machen. Der Auftrag der Bundeswehr ist wichtig, auch für uns hier in Deutschland. Und auch deshalb finde ich es nicht mehr als richtig, den Heimkehrern aus den Einsätzen einen Ehrentag einzurichten.Wir leben in einer gefestigten Demokratie, von der ich nicht denke, das sie von einem Veteranentag zum Einsturz gebracht wird. Ich war selber in Afghanistan und hätte mir gewünscht, das der deutsche Staatsbürger besser über die Arbeit und Situation der Soldaten im Einsatz informiert wäre. Ausserdem muss auch irgendwann Schluss damit sein, alle positiven Meldungen über Soldaten und Einsätze mit einem Vergleich mit dem NS-Regime wieder in den Dreck zu ziehen. Mittleweile weiss bestimmt auch der letzte Erdenbürger, was wir Deutschen von 39-45 angerichtet haben und die Nachkriegsgenerationen haben ganz sicher dafür gebüßt und es darf auch nicht in Vergessenheit geraten. Aber wir müssen auch irgendwann weitermachen und zu unserem Nationalstolz zurückfinden, wie jede andere Nation auf der Erde auch. Letztlich möchte ich noch sagen, das ich es nicht in Ordnung finde, jeden Wehrmachtssoldat mit den wahnsinnigen NS-Schergen zu vergleichen, ich denke das wir damit vielen Sodaten, die damals für Ihr Land gekämpft haben, Unrecht tun.

stuffz knitter schreibt:
16.02.2012 18:42

Alls Veteran des Kalten Krieges mit einer kalkulierten Lebenserwartung in Ernstfall von 30 min. warte ich schon lange auf einen Veteranentag.Nicht vergessen, die Soldaten die ihren Dienst tuen, machen das damit hier jeder seine Meinung sagen darf, ohne morgen Früh in den Knast zu müssen.

Christian schreibt:
16.02.2012 19:12

Jedes Jahr sterben in der deutschen Baubranche ungefähr so viele Menschen, wie bei der Bundeswehr in den Auslandseinsätzen der letzten zehn Jahre gestorben sind. Insbesondere Dachdecker haben einen gefährlicheren Job als Berufssoldaten. Ehre wem Ehre gebührt, aber auch Soldat ist ein Beruf wie Polizist, Feuerwehrmann, Krankenschwester, Rettungsdienstler etc. In allen Berufen gibt es Opfer aufgrund verschiedener Gefahrenlagen. Aber von einem Gedenktag für ungewollte Komik gefallene Dachdecker hab ich noch nie was gehört. Und ohne die müssten wir alle im Freien schlafen. Jeder leistet seinen Beitrag zur Gesellschaft, warum muss dabei das Militärische immer überhöht werden?