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Schöne Beleuchtung: Deutschlands größtes Weihnachtshaus

Zum 1. Advent darf nach alter Tradition das erste Lichtlein brennen. In dem kleinen Ort Calle in Niedersachsen hält man davon nichts. Hier hat die Familie Vogt gleich 400.000 Lichter angeknipst. Sie sind die Besitzer des größten Weihnachtshauses Deutschlands. Und das zieht jährlich Tausende Besucher an, die meist fassungslos vor dem gigantischen Lichtermeer stehen.

Spannung liegt in der Winterluft. In wenigen Sekunden ist es soweit. Deutschlands größtes Weihnachtshaus leuchtet. Ein Märchen aus 400.000 Lichtern.  Der Initiator des Ganzen: Rolf Vogt. Immer an seiner Seite: Ehefrau Nermin. Vor 13 Jahren machten die beiden USA-Urlaub. Dort wo alles begann:

Rolf Vogt: „Die Erleuchtung kam mir, als wir 99 in Amerika waren und dann sind wir 8 Stunden im Dezember rumgefahren und haben uns die Weihnachtshäuser da angeguckt und da kam die Erleuchtung für mich. Gleich in Walmarkt, zwei Reisetaschen voll Ketten mit und so hat das angefangen, mit 1000 Lichtern.“

Doch dabei ist es nicht geblieben. Von Jahr zu Jahr wurden es mehr, genauso wie die Besucher. Und damit die nicht frieren oder hungern müssen, bauen die Vogts seit Jahren ein Festzelt in ihrem Garten auf. Drinnen gibt es Crêpes, Glühwein, Bratwurst, eine Weihnachtsgrippe und Verkaufsstände mit wie - soll es anders sein - Weihnachtsmännern. 

Doch die feierliche Winternacht täuscht schnell über eines hinweg: die gigantischen Kosten hinter dem Weihnachtshaus. Die Stromrechnung im Dezember: 2.500 Euro. Und damit nicht genug.

Rolf: „Materialkosten über die 12 Jahre jetzt sind es so zwischen 80.000 und 100.000 Euro.“

Und das Weihnachtshaus verschlingt nicht nur Geld, sondern auch viel Zeit. Seit Juni nutzt LKW-Fahrer Rolf jede freie Minute und schmückt, was das Haus hält. Das Feintuning beginnt schließlich im November. Rolf testet, ob der Strom durch die 2 km Kabel fließt und überprüft die Lichterketten. 

Stressen lässt er sich bei der ganzen Arbeit nicht. Im Gegenteil … Es ist die Freude der Besucher, die Rolf jedes Jahr aufs Neue antreibt.

Rolf: „Ich fühle mich wie 25 oder 20. Das ist unbeschreiblich. Ich bin einfach glücklich, dass ich so etwas geschaffen habe. Deutschlands oder Europas größtes Weihnachtshaus soll auch bestehen bleiben, solange wie ich's kann.“

Und das hoffen auch die vielen Besucher. Denn ein Weihnachten ohne Weihnachtshaus, das kann sich hier niemand mehr vorstellen.

Der Weg zum Weihnachtshaus

Und falls Sie jetzt Lust bekommen haben, sich das Weihnachtshaus einmal selbst aus nächster Nähe anzuschauen, hier ist die Adresse:

Weihnachtshaus der Familie Vogt
Calle 32
27333 Bücken

Der Ort Calle gehört zu der Gemeinde Bücken in Niedersachsen. Die nächst größeren Städte sind Bremen und Hannover. Bremen ist rund 50 km entfernt und Hannover 75 km. Calle hat rund 200 Einwohner.

Quelle: n-tv.de