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Schneller von A nach B: Mobilitäts-Apps sollen helfen

Immer mehr junge Leute legen keinen Wert mehr auf ein Auto und nutzen lieber Car-Sharing-Angebote. Noch schlauer wäre es jedoch, Auto, Fahrrad, Bahn, Bus usw. zu kombinieren, gerade so, wie man es braucht. Ganz so weit sind die praktischen Apps für das Smartphone oder den Computer noch nicht, aber der erste Schritt ist getan.

Jeder Weg beginnt nicht wie immer behauptet mit dem ersten Schritt, sondern mit einer Frage: Wie komme ich am besten von A nach B! Mit Bus, Bahn, Taxi, Carsharing, Mitfahrgelegenheiten oder zu Fuß? All diese Beförderungsmittel sollen jetzt in der App Moovel stecken, die die schnellsten, bequemsten oder billigsten Möglichkeiten ausspuckt.

Wegemix nachTageszeit

Die Vor- und Nachteile dieser Alternativen sind bei jeder Strecke und je nach Tageszeit vollkommen unterschiedlich. So fährt zum Beispiel die Bahn zu Stoßzeiten häufiger, hält aber nicht direkt vor der Tür. Dafür treffen Autos auf Staus oder Parkplatzprobleme. Dieses Programm soll nun ganz genau takten, wie lange die Wege dauern, mit wie viel Wartezeiten zu rechnen ist. Und wie viel es exakt kostet - Bahnticket oder Carsharing lassen sich dann gleich online zahlen.

Prof. Wolfram Ressel, Verkehrsexperte Uni Stuttgart: "Wenn die jungen Leute heute nicht mehr so automobilaffin sind, wie sie mal waren und diese Konzepte annehmen und umsetzen wird auch das wegeverhalten anders werden."

Zeit sparen, Wege optimieren

Es ist ein neues Verkehrskonzept vor allem für Städter, die einen eigenen Wagen nicht unbedingt brauchen. Auch unser Probant hat seinen abgeschafft und benutzt jetzt regelmäßig die Mobilitäts-App. Denn wenn ein Auto das beste Verkehrsmittel ist, muss er ja trotzdem nicht darauf verzichten, weil ihm immer angezeigt wird, wo eins in seiner Nähe steht.

Thilo Rother, Mobilitäts-App-Nutzer: "Insgesamt Carsharing günstiger wenn man unter 12-tausend km im Jahr fährt und da sind wir deutlich drunter."

Die Daimler AG hat diese App ins Leben gerufen, damit Carsharing wie selbstverständlich in die Verkehrsmittel-Wahl eingebunden wird. Bisher zeigt sie daher nur Daimlers car2go-Autos an. Für den Nutzer wird es aber erst wirklich effektiv, wenn auch die Angebote aller Konkurrenten integriert sind.

Andreas Mink, moovel-Projektleiter Daimler AG: "Moovel ist angelegt als eine offene Plattform, d.h. es ist nicht eingeschränkt auf das Angebot aus dem eigenen Haus, sondern es ist offen für alle Mobilitätsmöglichkeiten."

Es dauert also noch etwas bis zum verkehrsoptimierten Menschen. Doch der erste Schritt ist getan und je schneller er am Ziel ist, desto mehr Zeit bleibt ihm für seine nächsten Schritte.

Quelle: n-tv.de