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Dienstag, 21. Mai 2013

Clever verstaut: Wohin mit Fahrrädern und Kinderwagen?

Teure Fahrräder sind mittlerweile ein echtes Statussymbol - nur wohin damit, wenn man es gerade mal nicht braucht - vors Haus? Dann hat man es nicht lange. Und in den Keller? Der platzt mittlerweile auch aus allen Nähten. Mit dem Kinderwagen - ein ganz ähnliches Problem. Doch es gibt Abhilfe: Junge Designer aus Berlin haben sich clevere Lösungen einfallen lassen...

Sebastian Backhaus ist Fahrradliebhaber. Er hat sogar mehrere Räder. Vor anderthalb Jahren stellte er mit einem Freund fest, beide wissen nie so recht wohin damit in der Wohnung, man suchte nach Lösungen.

Lösungen für Fahrräder

Herausgekommen ist Mikili: Fahrradregale für die Wand. Die können locker mithalten als Ersatz für ein schönes Bild. Das Problem mit den Rädern im Flur ist auch gelöst.  Und zur Überraschung des nun jungen Unternehmers: Die Welt hat offensichtlich darauf gewartet:

 "Wir waren ziemlich überrascht, dass wir in der Anfangsphase direkt ausverkauft waren. Wir haben natürlich ne Kleinserie produziert am Anfang erst mal, weil wir überhaupt nicht wussten, wie groß die Nachfrage sein wird, aber wir waren nach vier Wochen etwa schon ausverkauft.", so Sebastian Backhaus.

Produziert wird in einer sozialen Werkstatt in Berlin. Hier hat man Erfahrung mit Handarbeit rund um schönes Design. Gewürzregale und auch Kleiderständer im Auftrag von Designern entstehen hier. Seit 18 Monaten auch Fahrradregale. 

Kosten die aktuellen Modelle noch zwischen 250 und rund 400 Euro, so wird der Nachfolger preiswerter – unter 200 Euro. Das Modell ist aber auch weitaus schlichter gehalten als seine Vorgänger.

Lösungen für Kinderwagen

Einen Kinderwagen kann man nirgendwo reinhängen. Der braucht Platz. Aber man  weiß nie so recht, wohin damit. So erging es auch Sandra Mühlberg in ihrem Reihenhaus:  "Wir hatten den mit drinnen, aber das war total nervig, wir mussten den immer hin und her schieben. Wenn wir zum Schuhschrank wollten, in die eine Richtung,  wenn man auf die Toilette wollte, in die andere Richtung. Dann haben wir uns gedacht, wir habe ja hier draußen genug Platz."

Seit einigen Monaten steht der Kinderwagen nun schon in der Kiwabo – in einer Kinderwagenbox. Sicher vor Wind und Wetter, Dieben und Vandalismus.

Auch Kiwabo-Geschäftsführer Steffen Kepper lässt die Kiwabos in einer sozialen Werkstatt in Berlin bauen. Die Wege für kurzfristige Absprachen sind so kurz. Denn immer wieder haben Kunden auch Sonderwünsche. Und die Kunden werden immer mehr.

"Am Anfang waren das eher so kleine Familien, die wir direkt angesprochen haben, Einzelkunden, irgendwann kamen die Wohnungsbaugenossenschaften. Hier in Berlin, dann auch in den anderen Städten. Und die haben gesagt, hei wir haben ein paar hundert Wohnungen, da stellen wir jetzt auch mal Kiwabos hin für Kinderwagen, aber mittlerweile auch für Rollatoren Rollstühle, was halt so gibt.", so Steffen Kepper.

Die Kiwabos sieht man nun schon länger in immer mehr Mietanlagen. Auch Cornelia Stiffel hat eine solche Box und zahlt bei ihrem Vermieter dafür einen Euro Miete im Monat: "Wenn ich die Kinderwagenbox nicht hätte, dann müsste ich den Wagen die Treppe runter in unseren eigenen Keller tragen und dann noch mit Einkauf und Kind das ist schon sehr kompliziert."

Neu kostet die Kinderwagenbox 600 Euro im Internet. Die Fahrradschränke gibt’s in wenigen Fachgeschäften oder über den Mikili-Online-Shop. 

Enge Flure vollgestellt mit Fahrrädern oder Kinderwagen. Zerstörung und Vandalismus. Davor kann man sein Eigentum längst mit pfiffigen Ideen schützen.

Quelle: n-tv.de