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Freitag, 31. Juli 2009

Schwangere im Urlaub: Auf Konzert und Küsse verzichten

Der Berufsverband der Frauenärzte hat Schwangere angesichts der Schweinegrippe zu Vorsichtsmaßnahmen aufgerufen. Auf Reisen sollten werdende Mütter Massenveranstaltungen wie Konzerte, Fußballspiele oder Volksfeste meiden und auf Händeschütteln oder Begrüßungsküsschen verzichten, sagte der Impfexperte des Verbands, Michael Wojcinski, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Panik sei aber fehl am Platz: Zwar seien viele Schwangere "tief verunsichert", aber es gebe "derzeit keinen Grund, sich große Ängste zu machen".

Beim Verdacht auf eine Erkrankung sollten Schwangere lieber zu Hause bleiben.

Beim Verdacht auf eine Erkrankung sollten Schwangere lieber zu Hause bleiben.
(Foto: picture-alliance/ dpa)

So sollten die Frauen bei Erkrankungsverdacht möglichst zu Hause bleiben und ihren Arzt telefonisch um Rat fragen. Vorbeugend gelte es, am Arbeitsplatz die Hygienevorschriften zu beachten, sich zum Beispiel häufig die Hände zu waschen, riet der Frauenarzt. Im Falle einer Erkrankung seien antivirale Medikamente wie Tamiflu auch bei Schwangeren anzuwenden, eine vorsorgliche Einnahme verbiete sich aber. Sobald ein Impfstoff gegen das Virus H1N1 vorhanden sei, würden Schwangere auch als eine der ersten Gruppen geimpft, sagte Wojcinski. "Nach unserem bisherigen Kenntnisstand impliziert der Impfstoff keine Komplikationen für die Schwangerschaft."

Dass Schweizer Frauenärzte Patientinnen dazu rieten, auf eine geplante Schwangerschaft bis zum Ende der Grippewelle zu verzichten, halte der deutsche Berufsverband für übertrieben. "Auch in Zeiten der Schweinegrippe können Frauen ohne Sorge Kinder bekommen", sagte Wojcinski.

AFP

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