Donnerstag, 05. August 2010
Moskau versinkt im Rauch: Reisende bleiben besser im Hotel
Moskau-Reisende verlassen ihr Hotel derzeit besser nicht. Denn die Waldbrände in Russland breiten sich immer weiter aus, Moskau versinkt in dichtem Rauch. Wer unbedingt ins Freie muss, sollte sich körperlich möglichst nicht anstrengen. Masken helfen nur bedingt.
Moskau liegt unter einer dichten Smogwolke. Touristen sollten deshalb eine Maske tragen oder im Hotel bleiben.
Die Waldbrände in Russland breiten sich immer weiter aus, Moskau versinkt in dichtem Rauch. Reisende sollten ihr Hotel in der russischen Hauptstadt daher derzeit besser nicht verlassen. "Wie bei Smog gilt der Rat: drinnen bleiben, Klimaanlagen nutzen und Gegenden mit höherer Schadstoffkonzentration meiden", sagte Silvia Darmstädter vom Deutschen Feuerwehrverband. Sinnvoll sei auch, sich bei den örtlichen Touristenbüros zu erkundigen, wo die Belastungen geringer sind.
Wer unbedingt ins Freie müsse, sollte sich körperlich möglichst nicht anstrengen. Das gilt insbesondere für Menschen mit Atemwegsbeschwerden. Asthmakranke zum Beispiel sollten darauf achten, dass sie ausreichend mit Medikamenten versorgt sind. Darmstädter riet außerdem, nicht zu Tageszeiten nach draußen zu gehen, zu denen mit vermehrtem Straßenverkehr zu rechnen ist. Dieser belaste die Luft zusätzlich zu den Rauchgasen aus den Bränden.
Atemschutzmasken nur im Fachhandel
Bei Rauch aus Bränden entwickeln sich vor allem Kohlendioxid und Kohlenmonoxid. Das Tragen sogenannter Infektionsschutzmasken hat nach Einschätzung der Expertin daher allenfalls eine psychologische Wirkung. Denn solche Masken filtern nur Partikel aus der Luft heraus, schützen aber nicht vor den giften Gasen, die derzeit Moskau und Umgebung belasten.
Richtige Atemschutzmasken seien darüber hinaus nur im Fachhandel erhältlich, und der Umgang mit ihnen müsse trainiert werden. "Das ist wie das Atmen durch einen Schwamm", erklärte sie. Feuerwehrleute schützten sich bei Bränden zwar mit sogenannten Pressluftatmern - "wie Taucher auch". Das sei für Touristen aber sicher eine zu extreme Maßnahme und bedürfe ebenfalls eines gewissen Trainings.
dpa
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