Donnerstag, 20. Mai 2010
Teile Thailands lieber meiden: Reisewarnung auch für Norden
Thailand-Urlauber sollten neben der Hauptstadt Bangkok jetzt auch den Norden und Nordosten des Landes meiden. Das Auswärtige Amt von Reisen dorthin "derzeit dringend ab".
Unruhen in Thailand: Das Auswärtige Amt hat seine Reisewarnung auf den Norden des Landes ausgeweitet.
Das Auswärtige Amt hat seinen Reisehinweis für das südostasiatische Land verschärft. Es rät von Reisen nach Bangkok sowie in den Norden und Nordosten "derzeit dringend ab". Die von der thailändischen Regierung verhängte nächtliche Ausgangssperre gilt dem Ministerium zufolge auch für 23 Provinzen im Norden und Nordosten des Landes. In Bangkok hatte es am Mittwoch bei schweren Zusammenstößen von Sicherheitskräften und den oppositionellen "Rothemden" mindestens 16 Todesopfer gegeben.
Nächtliche Ausgangssperre
Der Konflikt zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten wirkt sich nach Angaben des Auswärtigen Amtes weiterhin nicht auf die Tourismusregionen im Süden Thailands aus. Auch die Nutzung des Flughafens Bangkok sei nicht beeinträchtigt. Dies gelte insbesondere für Reisende, die in Bangkok nur umsteigen und zu anderen Zielen weiterfliegen. Allerdings seien nachts momentan keine Fahrten zwischen dem Flughafen und Bangkoks Innenstadt möglich. Die Ausgangssperre gilt bis zum 22. Mai jeweils von 21.00 bis 5.00 Uhr.
Führende deutsche Reiseveranstalter haben ihre Bangkok-Touren bereits seit dem 14. Mai gestoppt. Bei Anbietern wie TUI, Neckermann, Thomas Cook Reisen, Dertour, Meier's Weltreisen und der Rewe-Pauschaltouristik (ITS, Jahn Reisen, Tjaereborg) gilt dies bis Ende Mai. Sollte dann die Situation unverändert sein, werde auch der Stopp der Bangkok-Reisen verlängert, sagte Anja Braun von der TUI in Hannover. Auch in den Norden Thailands hätten die großen Veranstalter schon seit einiger Zeit keine Touristen mehr reisen lassen, sagte Sibylle Zeuch, Sprecherin des Deutschen Reiseverbandes (DRV) in Berlin.
dpa
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